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Faurecia tiefer in roten Zahlen

Stadthagen/Paris (rtr/dil). Der von einem Schmiergeldskandal erschütterte französische Autozulieferer Faurecia ist wegen Kosten für die Umstrukturierung tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich lag der Verlust im Geschäftsjahr 2006 bei knapp 448 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Kosten für den Konzernumbau hätten mit etwa 170 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Hinzu kämen Abschreibungen über 233,5 Millionen Euro. Auswirkungen auf das Werk Stadthagen seien nicht abzusehen.

veröffentlicht am 06.02.2007 um 00:00 Uhr

Einer der Hauptkunden der Franzosen ist der Volkswagen-Konzern. Faurecia hatte 2006 vor allem im Heimatland 3350 Arbeitsplätze abgebaut und will die Produktion auch angesichts steigender Rohstoffkosten zunehmend in Niedriglohnländer verlagern. Im Vorjahr hatte der Nettoverlust bei gut 182 Millionen gelegen. Gegen den ehemaligen Chef von Faurecia, Pierre Levi, wird in Deutschland wegen Beihilfe zur Bestechung ermittelt. Er soll Schmiergeldzahlungen seines Unternehmens an Mitarbeiter von Autoherstellern jahrelang gedeckt haben, mit denen sich Faurecia Aufträge sichern wollte. Seit September führt Gregoire Olivier den sechstgrößten börsennotierten Autozulieferer Europas. Faurecia verbuchte 2006 einen Umsatz von 11,65 Milliarden Euro. Dies ist ein Plus von knapp ein Prozent. Der Betriebsgewinn fiel mit 69 Millionen Euro deutlich niedriger aus als von Analysten erwartet. Im Vorjahr hatte der operative Gewinn noch bei 267 Millionen Euro gelegen. Die Faurecia-Aktie fiel an der Pariser Börse am Montag zeitweise um bis zu sieben Prozent. "Dieses Ergebnis hatten wir erwartet. Daraus sind keine Schlüsse auf die einzelnen Standorte zu ziehen", sagte Faurecia-Sprecher Udo Schlenker. "Wir sind glücklich mit unseren jüngsten Abschlüssen in Stadthagen. Das dortige Kompetenzzentrum befindet sich bereits in Planung."



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