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Luftsportverein registriert großes Interesse am Segelflug / Neuauflage in zwei Jahren gilt als wahrscheinlich

"Faszination": Gesamterfolg trotz heftiger Regenschauer

Röcke (bus). "Mit einem nur ganz leicht ins Bläuliche changierenden Auge bestens davongekommen", lautet die Bilanz der Organisatoren der "Faszination Segelflug". Über der vom Luftsportverein Bückeburg-Weinberg (LSV) im Röcker Feld auf die Beine gestellten Freiluftveranstaltung waren am Sonntagnachmittag tiefdunkle Regenwolken aufgezogen, die auf den ersten Blick nichts Gutes ahnen ließen. Es sei sehr erstaunlich, wie viele Zuschauer im Anschluss an die heftigen Schauer auf das Fluggelände zurückkehrten, sagte Moderator Bernd Vogt.

veröffentlicht am 23.08.2006 um 00:00 Uhr

Insgesamt 60 Piloten teilen sich den Himmelüber dem Röcker Feld.

Das Interesse an dem am Boden und in der Luft, im Original und im Modell präsentierten Zusammenspiel historischer und hochmoderner Fluggeräte verfüge in Schaumburg und weit über die Kreisgrenzen hinaus offenbar über ein großes Potenzial, meinte Vogt. Das Publikum habe zum Teil weite Anfahrten auf sich genommen. Den Veranstaltern kam am Sonntag auch zugute, dass die weiträumigen Hallen und Hangars des LSV der Öffentlichkeit ausreichend Unterstellmöglichkeiten boten. "Hier haben etliche Gäste die Möglichkeit genutzt, um mitPiloten, Herstellern und Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen", schilderte der Moderator seine Eindrücke. Die "Faszination" ging an ihrem dritten Tag zwar mit einem abgespeckten Programm, aber zur allgemeinen Zufriedenheit zu Ende. Ein angekündigter so genannter Troika-Schlepp, bei dem die früher in der Landwirtschaft der ehemaligen DDR eingesetzte "Wilga" gleich drei Segelflugzeuge auf einmal in die Lüfte zieht, fiel dem mit ungestümen Turbulenzen einhergehenden Südwind ebenso zum Opfer wie am Sonnabend ein Heißluftballon-Massenstart den im Umfeld um das Röcker Feld tobenden Gewitterzellen. Die Witterung machte darüber hinaus dem 40-fachen Weltrekordler Hans-Werner Grosse einen Strich durch die Rechnung, der geplant hatte, mit der "Eta" das größte Segelflugzeug der Welt nach Bückeburg zu steuern. Was den Gesamterfolg der Veranstaltung allerdings nicht wesentlich schmälern konnte. Die Organisatoren hatten insbesondere am Sonnabend - Vogt: "Da haben wir witterungstechnisch richtig Glück gehabt" - einen enormen Besucheransturm zu bewältigen. Die eifrigen LSV-Helfer hatten alle Hände voll zu tun. "Sie haben desgleichen einen guten Job gemacht wie die Betreuer vom Arbeiter-Samariter-Bund und von der Feuerwehr Kleinenbremen", lobte Vogt. Ein dickes Lob gab es auch von der Flugleitung. Die rund 60 Piloten hätten sich überaus diszipliniert verhalten, hieß es. "Nicht der kleinste Zwischenfall" sei zu vermelden. Im LSV gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die "Faszination Segelflug" in zwei Jahren eine Neuauflage erfahren wird. Der Ballonstart soll in den bevorstehenden Wochen erneut versucht werden.

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