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Brennholz verschwunden / Heizen mit Holz (nicht nur bei Dieben) voll im Trend

Fast schneller geklaut als geschlagen: Sieben dicke Buchenblöcke fehlen

Rannenberg (la/tol). Die Energiekosten schießen in die Höhe und immer mehr Hausbesitzer legen sich einen Ofen oder Kamin zu, um einen Teil der Heizkosten zu sparen. Doch auch das dazu notwendige Holz ist teuer geworden. Der Festmeter koste t derzeit zwischen 45 und 50 Euro.

veröffentlicht am 04.03.2008 um 00:00 Uhr

Für den Preis müssen die Käufer das Holz allerdings aus dem Wald abholen. Von Mitarbeitern des Forstamtes wird es nur bis an den nächsten Weg gerückt. "Die Preise haben sich seit 2005 verdoppelt", erläutert Forstamtsleiter Christian Weigel vom Niedersächsischen Forstamt Hessisch Oldendorf. Ambeliebtesten sei Buchenholz. Nur ab und an wurde auch Edellaubholz wie zum Beispiel Bergahorn zum Verbrennen verkauft. Wie bei allem, was Geld kostet, gibt es auch in Sachen Brennholz immer wieder Menschen, die auf illegale Weise zu sparen versuchen. "Wir haben immer mal wieder Holzdiebstähle zu verzeichnen, aber noch ist das kein großes Thema", sagte Weigel. Trotzdem wurde einem 85-jährigen Rohdentaler am vergangenen Dienstag in einem von ihm gepachteten Waldstück zwischen Rannenberg und dem Gut Südhagen Holz gestohlen. Der Mann hatte eine Buche gefällt, den Stamm in exakt 30 Zentimeter hohe Blöcke zerteilt. Das meiste Holz hatte er noch am gleichen Tag aufgeladen und abgefahren. Lediglich sieben Blöcke, die Schmuckstücke des astfreien Stamms, hatte er noch zurückgelassen. Als er diese am nächsten Tag holen wollte, waren sie spurlos verschwunden. "Man sollte wirklich nur soviel Holz einschneiden, wie am Tag abgefahren wird und das Holz auf keinen Fall im Wald lagern", rät der Forstamtsleiter. Wer Hinweise zum Holzdiebstahl in Rannenberg hat, sollte sich bitte an die Polizei in Rehren (0 57 52) 12 90 wenden.



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