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Rot dominiert das Oldtimertreffen historischer Feuerwehrfahrzeuge / "Loewe" im Mittelpunkt

Farblicher Ausnahmezustand in der Innenstadt

Bückeburg (bus). Wohl selten zuvor hat die Bückeburger Innenstadt so viel Rot auf einmal gesehen wie am zurückliegenden Sonnabend. Hintergrund des farblichen Ausnahmezustands war das vom Verein zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge Bückeburg organisierte Treffen geschichtsbeladener Löschgefährte. Etwa 70 Oldtimer, mehr als 100 Jahre alte wie hochmoderne gleichermaßen, konnte dasinteressierte Publikum bestaunen. "Ich glaube, das Ergebnis ist ganz gut", stellte der Vorsitzende des Vereins, Karl-Heinz Driftmann, zufrieden und zu Recht fest.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:57 Uhr

Die roten Fahrzeuge finden sich in der gesamten Innenstadt. Die

Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand das 50 Jahre alte Schätzchen der Bückeburger. Der auf den Namen "Loewe" getaufte Daimler-Benz war in den vergangenen Jahren viel unterwegs gewesen. "Jetzt haben wir sozusagen zum Geburtstag des Loewen unsere bisherigen Gastgeber in die ehemalige Residenzstadt eingeladen", erläuterte der Vorsitzende. Die Besucher reisten zum Teil aus beträchtlichen Entfernungen an. Hamburg, Ostfriesland und den Oberharz nannte Driftmann als Beispiele. Dass zwei der betagten Autos (eins aus Oldenburg und eins aus Clausthal-Zellerfeld) auf der Anreise schlappmachten, fiel nicht besonders auf. Driftmann: "Es gab reichlich Ersatz. Wir haben noch zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn Anmeldungen erhalten, mit denen wir nicht gerechnet hatten." Das Treffen ging nicht nur als reine Zurschaustellungüber die Bühne. Die Organisatoren boten auf dem Marktplatz eine Zeitreise durch mehr als 100 Jahre Feuerwehrgeschichte. Dabei präsentierten die Moderatoren Wolfram Hesseling und Ralf Panzke Fahrzeuge und Technik nach Zeitabschnitten geordnet. Zum Auftakt standen Lösch- und Rettungsgeräte aus dem Abschnitt 1890 bis 1920 auf dem Programm. Im Anschluss an einen Löschzug aus der Zeit von 1930 bis 1950 und moderne Werksfeuerwehren kamen Autos des Technischen Hilfswerks (THW) und des Rettungsdienstes DRK zur Vorstellung. Zum Abschluss verdeutlichten zwei Züge im Vergleich den Wandel innerhalb der vergangenen vier Jahrzehnte, zeigten Kameraden aus dem Harz einen aus drei Mercedes-Langhauben bestehenden Zug und vermittelten Sonderfahrzeuge Einblicke in die vielfältigen Aufgabenstellungen der Feuerwehr. Eines derältesten Ausstellungsstücke war eine hölzerne Balanceleiter von 1890, die ihre in Verden wohnenden Restauratoren in Traditionskleidung vorstellten. Ebenfalls sehenswert: Ein aus Hamburg angereister Opel-Blitz (Baujahr 1944) mit einem Aufbau aus Presspappe und als ältestes Auto der Show eine Magirus-Drehleiter (Jahrgang 1935) sowie ein vom DRK gezeigtes Borgward-Fernmeldefahrzeug und ein Mercedes-Küchenwagen. Ein Souvenir-Stand, Erinnerungsplaketten und ein von Feuerwehr- und THW-Jugend gemeinsam gestaltetes Kinderprogramm rundeten die Veranstaltung ab. Außer DRK und THW trug der Arbeiter-Samariterbund dazu bei, dass die Rotfärbung der Innenstadt nicht überhand nahm.

Die Kameraden aus Verden stellen ihre Balanceleiter in Tradition
  • Die Kameraden aus Verden stellen ihre Balanceleiter in Traditionskleidung vor.
Ein Teil der auf dem Oldtimertreffen ausgeschenkten Durstlöscher
  • Ein Teil der auf dem Oldtimertreffen ausgeschenkten Durstlöscher rauscht aus einer stilechten "Brand"-Bekämpfungsanlage.
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