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Superfood mit fermentiertem Gemüse einfach selbst herstellen

Fantasie keine Grenzen gesetzt

HAMELN. „Ein helles Blubb aus dem Gästezimmer macht mich glücklich.

veröffentlicht am 19.09.2019 um 00:00 Uhr

Wer hätte das gedacht, nach einem bunten Abend zum Thema Fermentieren beim Naturheilverein Weserbergland e.V. in Afferde“, berichtet Una Seele aus Bodenwerder. Seit dem Fermentier-Kurs schaut sie mindestens einmal pro Tag zu ihrem neuen 2-Liter Gärtopf und freut sich wie ein kleines Kind über ihr fermentiertes Gemüse. In diesem Kurs wurden die interessierten Teilnehmer von der Ernährungs- und Gesundheitsberaterin Ute Mühlbauer und dem Fermentierexperten Dipl. Ing. Jürgen Bach in die Kunst des Fermentierens eingeführt. In Theorie und Praxis wurde erklärt, wie man Gemüse aus dem eigenen Garten oder gekauftes Biogemüse einfach und energiesparend konservieren kann. Jürgen Bach verriet dabei seine Familienrezeptur für fermentierte Tomaten aus der Überlieferung seiner Großeltern. Fermentieren ist eine der ältesten Methoden, Gemüse mit all seinen Vitaminen und Mineralstoffen über den Winter haltbar zu machen und damit ein Superfood selbst herzustellen.

Durch Milchsäurebakterien werden die Kohlenhydrate des Gemüses umgewandelt und das Gemüse konserviert. Bakterien und Hefen werden abgetötet und alles Gesunde bleibt erhalten. Das tägliche Essen kleiner Mengen fermentierten Gemüses unterstützt die Darmflora und fördert das Immunsystem, so die Erklärungen von Ute Mühlbauer.

So haben die Kursteilnehmer Möhren, Sellerie, Zwiebel, Knoblauch und Tomaten geputzt und klein geschnitten, zusammen mit Kräutern und Gewürzen in einen Gärtopf geschichtet, mit Blättern abgedeckt und mit einer Salzlake übergossen. Wichtig ist, dass sich das Gemüse luftdicht unter der Lake befindet. Dafür haben sie das Gärgut mit einem Stein beschwert.

Jetzt darf das Gemüse reifen, bis es nicht mehr „blubbert“. Bei der Auswahl des Gemüses sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Mit vielen Tipps und Ideen zum Haltbarmachen von Gemüse gehen die interessierten Teilnehmer motiviert nach Hause, um gleich die alte Methode zum Haltbarmachen von Gemüse weiter umzusetzen.



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