weather-image
Betreuung von Schulkindern im Kindergarten auch in den Ferien

Familienfreundlich: Kinderhort als Alternative zur Ganztagsschule

Rehren (la). Während der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses hat Beate Han dierk, Leiterin des Kindergartens Rolfshagen, das Konzept für die Einrichtung einer kleinen Hortgruppe in der Einrichtung in Rolfshagen vorgestellt. "Wir haben personelle und räumliche Kapazitäten frei, weil die Ganztagsgruppe immer weniger in Anspruch genommen wird", erläuterte Handierk.

veröffentlicht am 09.05.2007 um 00:00 Uhr

Betreut werden sollen im Hort Kinder vom Einschulungsalter bis zum zehnten Lebensjahr und zwar montags bis freitags von 12 bis 16.30 Uhr, auch während der Schulferien. Geplant sei die Einrichtung einer Gruppe mit Kindern verschiedenen Alters. Laut amtlicher Betriebserlaubnis beansprucht ein Hortkind 1,5 Kindergartenplätze. Nach den Berechnungen ab 1. August wären neun Kindergartenplätze frei. "Wir könnten in der altersgemischten Gruppe also sechs Hortkinder aufnehmen, ohne dass weitere Kosten entstehen", sagte Handierk. Die Personalstärke könne dann bestehen bleiben. Die inhaltliche und die pädagogische Arbeit müsste allerdings erweitert werden. Der bestehende Schulprojektraum würde für die Hausaufgabenbetreuung ausreichen. "Die vorhandenen freien Plätze könnten durch eine kleine Hortgruppe ausgelastet werden. Damit würde die Gemeinde weiter die Gebühren in Höhe von etwa 7000 Euro einnehmen, ohne zusätzliches Personal einstellen zu müssen. Es werden nur vorhandene Kapazitäten ausgenutzt", nannte Handierk einen Vorteil. Weitere Vorteile seien die Erhaltung der Arbeitsplätze im Kindergarten Rolfshagen, die Familienfreundlichkeit durch eine somit mögliche Vereinbarung von Familie und Beruf, eine gute pädagogische Begleitung für die Kinder und ein Betreuungsort, der den Familien Kontinuität für einen langen Zeitraum bietet, weil die Kinder aus Rolfshagen vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschulzeit - nach dem Unterricht - in den gleichen Räumen betreut werden. Als Alternative stellte Handierk die Einrichtung einer Hortgruppe in der Grundschule in Rehren vor. Zwar könnten dort 20 Hortkinder betreut werden, die Räume, Spiele und ein Außenspielgelände ständen zur Verfügung, aber zusätzliches Personal wäre nötig. "Eine Erzieherin, eine Zweitkraft und eine Reinigungskraft müssten eingestellt werden", gab Handierk zu bedenken. "Müssen wir nicht zunächst die Entwicklung der Ganztagsschule abwarten?" fragte Torben Sven Schmidt. Er forderte ein Gesamtkonzept, das die Ganztagsschule und die Hortbetreuung beinhaltet. "In Rolfshagen würden zwar zunächst vorhandene Kapazitäten ausgenutzt und es entstehen keine Mehrkosten, aber vielleicht könnten im nächsten Jahr Stellen eingespart werden", meinte Schmidt. Die Einrichtung eines Hortes sah er aber grundsätzlich positiv und stimmte, wie alle Ausschussmitglieder, der geplanten Kleingruppe von Hortkindern zu. Am Montag folgte der Verwaltungsausschuss dem Vorschlag. Damit wird die Betriebsgenehmigung für die Hortgruppe beantragt und die Gruppe ab 1. August eingerichtet. "Allerdings befristet auf ein Jahr, da wir abwarten müssen, wie in Sachen Ganztagsschule entschieden wird" sagte Bürgermeister Thomas Priemer.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt