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Wiedenbrügge: Rock am Futtersilo

Familienfest mit rockigem Schlusspunkt

Wiedenbrügge (jpw). Zur zweigeteilten September-Veranstaltung von "Rock am Futtersilo" hat sich der Wiedenbrügger Festplatz noch einmal ansehnlich gefüllt.

veröffentlicht am 15.09.2008 um 00:00 Uhr

Reges Treiben herrscht beim Flohmarkt unterm Futtersilo. Fotos:

Mit einem kleinen Konjunkturprogramm hat der unermüdliche Förderverein Wiedenbrügge-Schmalenbruch als Organisator den Familiennachmittag von "Rock am Futtersilo" eröffnet. Jedes Kind - ob Standbetreiber oder Besucher auf dem gut bestückten Flohmarkt - bekam einen Euro, als "Startkapital" aus der Vereinskasse, den es anschließend wieder investieren konnte. In unmittelbarer Sichtweite des Flohmarktes drehten die Ponyfreunde Wölpinghausen ihre Runden, gegenüber sorgten Jo Göbel mit den Keyboard-Schülern und Gitarrenschülern seiner Musikschule und Tina Zimny mit den Kindertanzgruppen für das Kulturprogramm, dessen Erlös der Kinder- und Jugendarbeit zugutekommt. "Die Großen wollen es lieber bar für ihre Arbeit, und die Kleinen brauchen einen Kletterturm", sagte Hentschke noch während der Veranstaltung über den Verwendungszweck. Um ein 30-Liter-Fass Bier ging es für die erwachsenen Schützen beim Torwandschießen - allerdings nur für den, der in bester Sportstudio-Manier sechsmal getroffen hätte, das schaffte erwartungsgemäß niemand. Dass es am Abend im Roderiktal eher laut werden würde, hatte Hentschke bereits nachmittags angekündigt: Göbel und seine seit knapp einem Jahr bestehende neue, achtköpfige Formation "Point of no Return" erlebten so etwas wie ein Heimspiel in Wiedenbrügge. Dazu trug natürlich auch das Wiedersehen mit dem Bassisten Werner Hensel bei, einem ehemaligen Wiedenbrügger und jetzigen Stadthäger. Der Festplatz hatte sich bereits zum Abspielen der Roderik-Hymne - dem offiziellen Auftakt des Abends - ansehnlich gefüllt. Die neue Band "Point of no Return" bot überwiegend Eigenkompositionen, die aus der Feder des Schaumburger Musikers Jo Göbel und seinem Co-Autor, dem Dänen Sten Lindegard, stammen. Country- und Rockelemente, eingebaut in gefühlvolle Pop-Songs, erzählten viel von Göbels altem Traum, mit einerTruppe und eigenem Programm auf Tour gehen zu wollen und keine gecoverten Titel mehr zu spielen. Die Wiedenbrügger, bei bestem Wetter in bester Stimmung, bekamen einen Eindruck vom neuen Stil des lange bekannten Musikers. Nach dem musikalischen Abschluss feierten die Unentwegten trotz der sich schnell abkühlenden Nacht an der "Raiffeisenkathedrale" - auch das gehört zur Tradition des "Rocks am Futtersilo" - bis um 3.30 Uhr weiter. "Summer of 69" oder "Knockin' on heaven's door" gut interpretiert live zu hören - das treibt wohl jedem Alt-Rocker das Wasser in die Augen. Noch sentimentaler rührt es an, diese und weitere Klassiker aus der eigenen Jugend von einem noch nicht stimmgebrochenen, aber nichtdestoweniger energisch singenden und E-Gitarre spielenden Elfjährigen zu hören. Torben Busch aus Ottensen, Schüler aus der Musikschule von Joe Goebel, hatte nach seinem Auftritt am Nachmittag spontan viele Zuhörer und Beifall auf seiner Seite, sogar Zugabe-Rufe hallten über den Festplatz. Torben machte seine Sache so gut und professionell, dass Wilfried Hentschke ihn spontan für das abendliche Vorprogramm von "Point of no Return" engagierte und er dort seinen ersten Auftritt vor Publikum mit drei Titeln und einer Zugabe feiern konnte.

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