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Der Schaden von rund 6500 Euro ist nicht durch Versicherungen gedeckt

Falsch getankt: Anrufbus kaputt

Samtgemeinde Nienstädt. Ein Fauxpas an der Tankstelle kommt den Verein Anrufbus Nienstädt teuer zu stehen. Weil einer der Fahrer statt Diesel Benzin getankt hat, ist das einzige Fahrzeug des Vereins derzeit außer Betrieb. Vorsitzender Bernd Tünnermann bestätigt, dass der Fahrer mit dem VW Caravelle nach dem Fehlgriff an der Tankstelle noch 15 Kilometer gefahren ist und dann der Motor streikte. „Es ist Gott sei Dank kein Totalschaden“, sagt Tünnermann, der die Kosten für die Reparatur auf rund 6500 Euro schätzt.

veröffentlicht am 08.12.2015 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 08.12.2015 um 18:53 Uhr

„Das kann passieren, das ist anderen Bürgerbusvereinen auch schon passiert“, sagt Tünnermann. Nur sei dies dann rechtzeitig aufgefallen, sodass der falsche Kraftstoff abgepumpt werden konnte und sich die Schäden in Grenzen hielten. Die Privathaftpflicht und andere Versicherungen würden bei einem derartigen Schaden nicht eintreten, hat der Vorsitzende nach eingehender Prüfung festgestellt. Die Kosten müsse deshalb wohl der Verein alleine tragen.

Tünnermann spekuliert darauf, dass der Zuschussbetrag der Samtgemeinde vielleicht abgerufen werden könnte. „Den haben wir bisher nicht gebraucht, weil wir kostendeckend gefahren sind und sparsam gewirtschaftet haben“, sagt Tünnermann. Die einzige andere Möglichkeit wäre, dass der Verursacher den Schaden selbst trägt, doch das wolle niemand dem ehrenamtlichen Fahrer zumuten.

Glücklicherweise habe der Fahrbetrieb weiterlaufen können. „Wir haben ein Leihfahrzeug aus Niedernwöhren bekommen. Frau Erika Hoppe-Deter war sehr zuvorkommend und hat uns gleich ausgeholfen“, berichtet Tünnermann über die Nachbarschaftshilfe der Vorsitzenden des Niedernwöhrener Vereins. Donnerstag müsse er das Fahrzeug wieder abgeben. Er hoffe, dass der eigene Bus bis Freitag wieder repariert sein wird.

Nach diesem Vorfall sehnt sich der Anrufbusvorsitzende aus Nienstädt auch ein zweites Fahrzeug herbei, damit im Falle des Falles die Samtgemeinde selbst Ersatz stellen kann. Der zuständige Ausschuss im Kreistag hat bereits zugestimmt, ein weiteres Fahrzeug für Nienstädt zu finanzieren. Tünnermann schätzt, dass es im ersten Quartal 2016 angeschafft werden kann. Das Auto müsse vorher ausgeschrieben werden. Er werde dafür jetzt einen Anforderungskatalog erarbeiten.

Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz, der bisher nur am Rande von dem Schaden erfuhr, geht davon aus, dass der Verein die Finanzierung der Reparatur erst in den eigenen Reihen prüfen wird und dann das Gespräch mit der Samtgemeinde sucht. „Dann werden wir das in die Gremien geben.“ Die Haushaltsstelle für den Anrufbus weise jedoch nur 2000 Euro aus. Da er bisher kostendeckend gefahren sei, wurde der vorherige Ansatz von 7500 Euro gesenkt. bab



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