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Fall Lügde: Wurde Beweismaterial verbrannt?

Im Fall des Missbrauchsskandals auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde hat es offenbar eine weitere erhebliche Ermittlungspanne gegeben. Möglicherweise ist Beweismaterial zerstört worden. Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Schuppen des Hauptbeschuldigten erst durchsucht, nachdem der Verschlag von einem Abrissunternehmer bereits Tage zuvor entrümpelt worden war. Nach Angaben des Abrissunternehmers Christopher Wienberg aus Bad Pyrmont hätten seine Mitarbeiter und er aus dem Schuppen mehrere Kisten herausgetragen und in Container mit Abrissschutt geworfen. Die Container mit dem Schutt wurden anschließend zu einer Müllverbrennungsanlage gefahren. Die zuständige Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Detmold ließen eine Anfrage unbeantwortet, ob damit möglicherweise Beweismaterial vernichtet worden sei.

veröffentlicht am 16.04.2019 um 18:16 Uhr



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