weather-image
×

Fall Lügde: Justiz prüft neue Vorwürfe gegen Jugendamt

HANNOVER. Nach den zahlreichen Fällen von Kindesmissbrauch in Lügde in Nordrhein-Westfalen gibt es neue Vorwürfe gegen das Jugendamt im niedersächsischen Hameln-Pyrmont. Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft einem Bericht zufolge Hinweise, wonach das Jugendamt nicht auf eine Behördenanzeige aus Nordrhein-Westfalen reagiert habe.

veröffentlicht am 07.06.2019 um 10:27 Uhr
aktualisiert am 26.07.2019 um 13:15 Uhr

"Ermittelt wird gegen zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, dem Politikjournal «Rundblick» (Freitag). Bei dem Anfangsverdacht gehe es um die Frage, ob durch pflichtwidriges verspätetes Eingreifen körperliche Misshandlungen ermöglicht wurden, sagte Klinge der dpa.

Auf dem Campingplatz in Lügde an der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg mehr als 40 Kinder schwer sexuell missbraucht worden sein. Die Anklage wirft einem 56 Jahre alten Hauptverdächtigen 298 Fälle vor. Angeklagt sind zudem ein 34 Jahre alter Komplize sowie ein 49 Jahre alter Mann, der an Webcam-Übertragungen des Kindesmissbrauchs teilgenommen haben soll. Der Prozess soll Ende Juni beginnen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige