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Streit um Ausschilderung des Hofcafés: Pächter unzufrieden mit Ersatz

Falke: Buchstaben waren rechtens

Lindhorst (gus). Im Streit um die Beschilderung des Hofcafés im Lindhorster Dorfgemeinschaftszentrum Hof Gümmer legt Wirt Reinhard Falke nach. Sein Vorwurf: Die Gemeinde hat unrechtmäßig gehandelt, indem sie die orangefarbenen Lettern entfernen ließ (wir berichteten), er selbst hatte dazu keine Zeit.

veröffentlicht am 10.05.2012 um 17:37 Uhr
aktualisiert am 10.05.2012 um 18:41 Uhr

Falke hat von der geplanten Übergabe des Schildes, das ihn für das Entfernen des Schriftzugs Hofcafé entschädigen soll, erstmals am vergangenen Sonntag erfahren. Doch da habe es geheißen, die Aktion muss verlegt werden, weil eine Schutzfolie an der dreieckigen Schilderkonstruktion fehle. Am Montagabend habe Falke dann einen Anruf erhalten, in dem es hieß, die Gemeinde könne nur für den bereits verabredeten Termin jemanden zwecks Übergabe entsenden.

Diesen Termin wiederum konnte Falke nicht einhalten, weil er nach eigenen Worten einen Arzttermin hatte. In der Kürze der Zeit sei es ihm auch nicht möglich gewesen, die orangefarbenen Buchstaben zu entfernen. Warum die Gemeindevertreter sich so kleinlich anstellten und nicht mal wenige Tage Frist einräumten, sei ihm schleierhaft. Richtiggehend übel stößt dem Café-Betreiber auf, dass nicht nur die großen Buchstaben „Hofcafé“ entfernt wurden, sondern auch die kleineren Schriftzüge, die auf Auszüge des Café-Angebots hinwiesen.

„Das war so nicht vereinbart“, betont Falke. Auch die Darstellung, dass Einvernehmen bezüglich des Tauschs geherrscht habe, ist laut dem Unterpächter des gastronomischen Bereichs im Hof Gümmer falsch. Ursprünglich sei ihm zugesichert worden, er bekomme ein beleuchtetes Schild mit vergleichbar großer Aufschrift. Dann habe es geheißen, eine Lampenkonstruktion sei unnötig, die Laternen würden die Ersatz-Tafel ohnehin beleuchten. Nun findet Falke sogar nur einen Hinweis mit etwa zehn Zentimeter großen Buchstaben ganz unten auf der neuen Tafel. Das sei kein adäquater Ersatz.

Und er geht noch weiter: Ein Rechtsexperte habe ihm gegenüber zu verstehen gegeben, dass er seine Fensterscheiben als Unterpächter nach Belieben bekleben kann. Mit dem Entfernen der Klebebuchstaben habe die Gemeinde rechtswidrig handeln lassen. Möglicherweise sei sogar der Tatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllt.

Falke bezeichnet das Verhalten ihm gegenüber als „Fast-Mobbing“. Und um in Zukunft genau zu wissen, was sowohl seine als auch die Rechte und Pflichten des Kultur-Fördervereins Schaumburger Bergbau sind, lassen beide Seiten im Einvernehmen die vorliegenden Pachtverträge zum Hof Gümmer prüfen.



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