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Atomausstieg der Regierung zwingt zur Neuausrichtung der Aktivitäten der Kreisgruppe / Erneuerbare Energien im Fokus

Fahrradverkehr rückt in das Rampenlicht des BUND

Hameln (git). Die Kreisgruppe Hameln-Pyrmont vom Bund für Umwelt und Naturschutz ist mittlerweile zu einer Dachorganisation geworden, unter der sich „Projektmanager“ in Sachen Umweltschutz auf verschiedenen Ebenen engagieren. Dieses wurde bei der Jahreshauptversammlung der Umweltorganisation deutlich. Relativ weit oben in der Rangliste der Aktivitäten ist sicherlich das umfangreichste Betätigungsfeld des BUND anzusiedeln; es ist das Thema Atomkraft. Was aber kommt nun nach der Losung „Atomkraft Nein Danke“?

veröffentlicht am 16.06.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

Inzwischen ist der Atomausstieg in Deutschland, dank politischer Entscheidungen greifbarer denn je. „Er muss aber auch gelebt werden“, erklärte dazu Britta Kellermann vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland und berichtete unter dem Tagesordnungspunkt „Tätigkeitsbericht der Arbeitsgruppen“ von einer Neuausrichtung des Plenums. „Wir setzen uns für den dezentralen Ausbau der erneuerbaren Energien in Bürgerhand mit der Zielsetzung regionaler Wertschöpfung ein“, sagte die Sprecherin. Laut BUND-Umweltsprecher Rainer Sagawe sind die Ausgangsstoffe für die „Terra Preta“-Schwarzerde in der Region verfügbar und die Landwirte könnten diese selbst produzieren. Sie würden sich damit wirtschaftlich unabhängiger machen. Die gepachtete BUND-Wildniswiese am Rennacker, mit der sich darauf befindlichen historischen Streuobstwiese, entwickelt sich laut Betreuer Thomas Hülsen positiv. Der Tag des offenen Gartens erfreut sich jedes Jahr einer immer größer werdenden Fangemeinde, das Thema Fahrradverkehr rückt beständig weiter ins Rampenlicht. Für den Vorsitzenden der BUND-Kreisgruppe, Ralf Hermes, gab es anlässlich dieser JHV einen besonderen Grund zur Freude. Unter den 19 Gästen, zu denen auch die Landesvorsitzende der Grünen Anja Piel zählte, weilte erstmals Landrat Rüdiger Butte (SPD). Butte verwies auf die gegründete Klimaschutzagentur und motivierte den Umweltverband mit den Worten: „Machen Sie weiter so“. Auch der BUND-Landesverbandsvorsitzende Günter Bauermeister lobte den Kreisverband. „Sie leisten hier sehr effektive Arbeit“, sagte der Umweltaktivist. „Unsere Ratschläge haben nur Gewicht, wenn wir sie bewusst öffentlich machen“, erklärte Ralf Hermes zum Thema Öffentlichkeitsarbeit des heimischen BUND. Nach fünf Monaten Vakanz ist das Büro vom Natur- und Umweltzentrum am Berliner Platz jetzt mit Thomas Kuper regelmäßig besetzt. CDU-Politiker und Fahrradbeiratsgründer Gerd Paschwitz möchten sich dafür einsetzen, dass es in Zukunft wieder einen Umweltausschuss im Rat der Stadt Hameln gibt. Im nächsten Jahr will der BUND-Kreisverband sein 25-jähriges Bestehen feiern.

Thomas Kuper, der „Neue“ im Natur- und Umweltzentrum am Berliner Platz. Fotos: git


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