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Nach Hannover künftig über Elze / Eurobahn-Anschlüsse in Richtung Westen werden verlässlicher

Fahrplanwechsel bringt auch echte Vorteile

Rinteln (ur). Alarmiert durch die Information eines Lesers, der aus amtlichen Quellen erfahren hatte, dass mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember eine Verschlechterung der Umstiegsverbindung für Züge von Rinteln nach Hannover eintreten würde, hatten wir dieses überprüft und bestätigt gefunden: In der Tat verlängert sich die Fahrzeit nach Hannover, wenn man wie gewohnt die Streckenführung über die Rattenfängerstadt wählt.

veröffentlicht am 07.11.2006 um 00:00 Uhr

Im Verbundtarif mit dem Großraum Hannover bleibt Rinteln auch in

Anders sieht es angesichts des künftigen Fahrplans aber aus, wenn man für die Fahrt in die Landeshauptstadt mit der Eurobahn bis Elze fährt und dort umsteigt: in diesem Falle nämlich benötigt man im günstigsten Fall nur 76 Minuten, was immerhin noch geringfügig schneller ist als die bisher schnellste Verbindung nach Hannover. Auch die Preisstruktur verändert sich dabei nicht - abgesehen natürlich von den ohnehin geplanten Tariferhöhungen, mit denen die Bahn vor allem ihre Gewinne für den immer noch geplanten Börsengang "appetitanregender" machen möchte. Echte Vorteile allerdings haben Rintelner durch den neuen Fahrplan auf der Gesamtstrecke der Eurobahn: Da durch die verkürzten Aufenthaltszeiten der Züge in Hameln und Rinteln die Strecke zwischen Löhne und Hildesheim insgesamt eine halbe Stunde kürzer wird, schafft man auch die anteiligen Strecken auf dieser Linie wesentlich schneller - und damit auch einige Anschlussverbindungen. Beispiele gefällig? Wer derzeit einen Ausflug mit der Bahn nach Bad Pyrmont unternehmen möchte, benötigt dafür inclusive Wartezeit in Hameln eine Stunde und acht Minuten - ab Fahrplanwechsel sind das insgesamt zwanzig Minuten weniger. Und während man heute nach Hildesheim 95 Minuten benötigt, wird man künftig sein Ziel in 75 Minuten erreicht haben. In Gegenrichtung, also etwa für Fahrten nach Bielefeld oder Osnabrück ändert sich nichts auf den ersten Blick Wesentliches, da die Zeitvorteile ja durch die verkürzten Haltezeiten in Hameln und Rinteln entstehen. Vorteile erkennt Niederlassungsleiter Dr. Stephan Bennemann von der Eurobahn aber für die Fahrgäste auch auf dieser Strecke: "In Löhne wird es verlässlichere Übergangszeiten nach Bielefeld an die Linien RE 70 und RE 78 geben, die deutlich pünktlicher verkehren als der bisher genutzte RE 6." Im Verbund mit der Tatsache, dass in wenigen Wochen auch die Möglichkeit bestehen soll, im neuen Reisebüro am Bahnhof Fahrkarten direkt zu kaufen, ergeben sich also zum Fahrplanwechsel unter dem Strich einige Vorzüge für alle, die zumindest "dann und wann" auf die Schiene wechseln wollen.

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