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Fast sechs Stunden steht der IC 2444 in Stadthagen / "Wir haben alles"

Fahrgäste richten sich auf lange Nacht ein

Stadthagen (to). "Kyrill" hat den Bahnverkehr lahmgelegt. Damit ist Stadthagen ungeplant zum Intercity-Bahnhof geworden. Fast sechs Stunden haben die Fahrgäste des IC 2444 in der Schaumburger Kreisstadt festgesessen.

veröffentlicht am 20.01.2007 um 00:00 Uhr

"Sagt uns einer Bescheid, wenn es weitergeht?" Die junge Frau will nicht mehr im Zug warten, aber ganz sicher gehen. "Ich komme auf jeden Fall vorbei", verspricht der Schaffner, die Gäste im Bahnhofslokal zu informieren. Intercity-Zugchef sei die präzise Bezeichnung, meint er. Seinen Namen müsse man jedoch nicht in der Zeitung lesen. Bereit zu Auskünften ist er dennoch. "Wir haben alles", sagt der Zugchef. Wann es weitergeht? "Nicht, solange nicht sicher ist, dass alle Strecken frei sind." Kurz vor 17 Uhr war in Stadthagen zunächst Endstation. Knapp sechs Stunden später erst ist der Zug weitergefahren - allerdings nur bis nach Minden, und dass der Aufenthalt auf etwas mehr als fünfeinhalb Stunden begrenzt sein würde, war bis kurz vor der Abfahrt auch niemandem klar. Hermann Freese ist Fahrgast im IC 2444 und selbst Eisenbahner. "Ich habe viel erlebt, aber nicht, dass nichts mehr geht." Er habe mit Kollegen die Autostadt in Wolfsburg besucht - und sicherheitshalber die Frühschicht, die er gestern Morgen in Leer hätte antreten müssen, abgesagt. "In der Bahnbetriebszentrale gehen alle davon aus, dass es vor 6 Uhr nicht weitergeht." Darauf haben sich auch die etwa 75 Fahrgäste eingerichtet. Und trotz aller Widrigkeiten: Im Zug herrscht gelassene Stimmung. "Der Zusammenhalt ist top", meint der Zugchef und fügt schmunzelnd hinzu: "Ein Glück, dass wir am Bahnhof zum Stehen gekommen sind."



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