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Erbsensuppe aus der Gulaschkanone: Reinhard Köpp ist jeden Dienstag auf dem Markt

Fahrbare Suppenküche aus DDR-Beständen

Rinteln (cok). Dass Dienstag für viele Rintelner "Bratwursttag" heißt, weil sie dann auf dem Wochenmarkt von den leckeren Würsten an Schlachter Rauchs Stand verlockt werden, ist bekannt. Seit ein paar Wochen nun ist das "Mittagstisch"-Angebot um eine deftige Neuigkeit erweitert: Hausgemachte Erbsensuppe aus der Gulaschkanonevon Reinhard Köpp.

veröffentlicht am 09.10.2007 um 00:00 Uhr

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Der Inhaber des "Imbisses zum Treffpunkt" im Industriegebiet Süd (wo man die schärfsten Currywürste im Landkreis bekommt), er trug sich schon lange mit dem Gedanken, heiße Suppen nach Großmutters Rezepten anzubieten, dazu auch Grünkohl und Kartoffeln. Als er im Internet ein günstiges Leihangebot entdeckte, setzte Köpp seinen Plan endlich in die Tat um. Seine Gulaschkanone stammt aus den Beständen der Nationalen Volksarmee der DDR, sie wird klassisch mit Holz und Kohle geheizt und verfügt über drei Töpfe. "Wenn ich in Stemmen draußen auf meinem Grundstück die Suppe ansetze, dann bin ich der reinste Rattenfänger für die Spaziergänger, diemit ihren Hunden vorbeikommen", sagt er. "Das duftet - und Hund und Herrchen kriegen lange Nasen." Es duftet wirklich wunderbar. Reinhard Köpps Erbsensuppe könnte wirklich ohne Weiteres aus dem Kochtopf einer liebevollen Großmutter stammen. "Es gibt ja Köche, die verlängern die Suppe mit Wasser und schütten dann zum Verdicken Kartoffelpüreepulver rein - kommt gar nicht in Frage." Dafür fehlen in Köpps Erbsensuppe auf keinen Fall Rauchenden und Bockwürstchen, die mit eingeweichten Erbsen, Kartoffeln, Möhren und viel frischem Lauch mindestens drei Stunden durchziehen müssen. Wenn Köpp mit der großen Gulaschkanone auf dem Wochenmarkt steht, ein breites Grinsen im Gesicht, seinen schwarzen Hut auf dem Kopf, dann sammeln sich schnell hungrige Kunden an seinem Stand, schon am frühen Vormittag. Von jetzt an soll die fahrbare Suppenküche jeden Dienstag zum festen Bild des Marktes gehören. Ab und zu, vor allem in der herannahenden kalten Jahreszeit, wird es auch zusätzliche Alternativgerichte geben. "Aber Erbsensuppe bleibt immer", sagt Köpp. "Da beißt die Maus keinen Faden ab!"

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