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DRK-Landesschule bildet 100 Koordinatoren für die Freiwilligenarbeit aus ganz Deutschland weiter

Fachleute sollen künftig Ehrenamtliche fitmachen

Bad Pyrmont (red). Mit einer dreitägigen Veranstaltung im Rahmen des EU-Jahres der Freiwilligentätigkeit hat in der DRK-Landesschule eine bundesweite, fast zweijährige Schulungsmaßnahme für hauptamtliche Mitarbeiter des DRK begonnen, die sich zu Koordinatoren für ehrenamtliches Engagement in der Sozialarbeit ausbilden möchten.

veröffentlicht am 10.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 09:21 Uhr

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„Es geht uns darum, das Ehrenamt auf lokaler Ebene noch mehr zu fördern und zu unterstützen“, sagt Ilona Voltmer, die im DRK-Landesverband Niedersachsen für das Ehrenamt in der Sozialarbeit zuständig ist. Dafür sei es besonders wichtig, ausgebildete Ansprechpartnerinnen und -partner innerhalb der einzelnen Einrichtungen des Verbandes zu haben, die sich „professionell um die Belange und Bedürfnisse der Freiwilligen kümmern“.

Die Maßnahme ist eingebettet in ein fast zweijähriges Projekt, das vom Personalentwicklungsprogramm „rückenwind“ für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft des europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.

Insgesamt zwölf DRK-Landesverbände beteiligen sich mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Aus dem Bereich des DRK-Landesverbandes Niedersachsen nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Augusta-Schwesternschaft Lüneburg und sechs DRK-Kreisverbänden teil.

Die Qualifizierungsmaßnahme zum Ehrenamtskoordinator umfasst zwölf Schulungstage in fünf mehrtägigen Blöcken, eine Hausarbeit und ein Abschlusskolloquium. Während der Schulung führen die angehenden Koordinatorinnen und Koordinatoren des ehrenamtlichen Engagements ein Praxisprojekt durch. So erproben sie ihre gewonnenen Fähigkeiten im Bereich Projektmanagement und initiieren weitere neue Engagementmöglichkeiten für Freiwillige, die sich im Sinne des DRK für Menschlichkeit einsetzen wollen.

„Wir möchten ein noch attraktiveres Umfeld und weitere ansprechende Angebote für Ehrenamtliche schaffen, um uns als aktiver Teil der Zivilgesellschaft den zukünftigen Herausforderungen des demografischen Wandels stellen zu können“, beschreibt Ilona Voltmer das Ziel. Denn bekanntlich beschert auch die Überalterung der Gesellschaft den sozial tätigen Organisationen zunehmend Probleme, freiwillige Helfer zu finden.

Das Programm „rückenwind – für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft“ wird durch das Bundesarbeitsministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Fast 300 000 Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich im Roten Kreuz, im Gebiet des DRK-Landesverbandes Niedersachsen sind es 25 000 plus 9500 im Jugendrotkreuz. Neben den Einsatzfeldern der DRK-Bereitschaften wie im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz gibt es diverse Möglichkeiten, sich im Bereich der Sozialarbeit freiwillig einzubringen – sei es bei Besuchsdiensten in Altenheimen, als Lesepate im Kindergarten, bei der Hausaufgabenbetreuung, in Kleiderkammern, DRK-Shops, Suppenküchen, in der Obdachlosenhilfe oder Begleitung von Menschen mit Behinderung.



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