weather-image
Namen auf Denkmal kaum noch leserlich / Rat will Ortspläne aushängen

Extra-Tafeln für die Kriegsopfer

Hülsede (bab). Die Gemeinde Hülsede will Schaukästen mit Ortsplänen aushängen. In diesem Zuge können auch Faltpläne aufgelegt werden. Die Kosten dafür hielten sich in Grenzen, informierte die Verwaltung bei der Ratssitzung. Auch für das Denkmal sollen Schilder angefertigt werden. Auf diesen sollen die Namen der toten und vermissten Soldaten aus den Weltkriegen aufgeführt werden, da die Inschriften in dem Ehrenmal immer stärker verwittern.

veröffentlicht am 31.05.2007 um 00:00 Uhr

Am Beispiel des Rodenberger Stadtplans machen Rat und Verwaltung

Der stellvertretende Gemeindedirektor Günther Wehrhahn und Jörg Döpke vom Bauamt hatten zu der Ratssitzung eine Karte aus Rodenberg als Beispiel für Hülsede mitgebracht. Es gebe verschiedene Formate und die Möglichkeit, eigene Wünsche einzuarbeiten. Für zwei Tafeln und zusätzlich 500 Faltpläne schätzt Döpke die Kosten auf 2900 Euro. SPD-Fraktionssprecherin Marion Passuth meinte, dass in jedem Ortsteil, also Schmarrie, Meinsen und Hülsede, eine Karte hängen sollte. Wo die Tafeln letztlich stehen und wann die Aufstellung erfolgt, wird noch beraten. "Wir haben bisher kein Geld im Haushalt dafür vorgesehen", stellte Bürgermeister Herbert Weibels fest. Dirk Tetzlaff (CDU) schlug vor, die Tafeln vor der 950-Jahr-Feier 2009 aufzustellen. CDU-Sprecher Frederik Platte empfahl, die entsprechenden Mittel für 2008 bereitzustellen. "Wir können also davon ausgehen, dass dem zugestimmt wird", folgerte Weibels. Zuvor wollen die Hülseder nach Lauenau fahren, um sich die Größen der Tafeln dort anzuschauen. Weibels hält die Lauenauer Dimensionen für ausreichend. Die Standorte legt der Rat noch fest, der die Schilder möglichst an den Ortseingängen haben will. "Das Sägewerk in Beber sollte mit drauf kommen. Das ist wichtig, da es schwer zu finden ist", rät Weibels angesichts häufig umherirrender Lastwagenfahrer. Das Denkmal in Hülsede soll in seiner Substanz nicht verändert werden. Der Wert der Denkmale liege in der Erhaltung und dem Schutz des Originals, so Döpke. Er rate unbedingt dazu, die Schadensbehebung entweder einem Fachmann, wie etwa einem Steinmetz, zu überlassen oder aber für die Auflistung der Namen Extra-Tafeln anzufertigen, die neben dem Stein aufgestellt werden könnten. Rund 8000 bis 10 000 Euro würden diese hochwertigen Kunststoffschilder kosten, wie sie auch bei anderen Denkmalen üblich seien. Döpke riet aber, zusätzliches Geld für Konservierung und Reinigung des Hülseder Denkmals bereitzustellen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt