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Gut besuchter Mühlentag in Vehlen: Die ersten Gäste kommen schon drei Stunden vor der Eröffnung

Expertenrat für die Turbinen-Sanierung

Vehlen (sig). Sie kamen zu Fuß, per Rad oder mit dem Auto - und die Ersten trafen vor allem viel früher als geplant ein. Die Rede ist von den Pfingstausflüglern, die der Vehlener Mühle einen Besuch abstatteten. Es ist das besondere Flair eines historischen Bauwerkes dieser Art, das die Gäste anlockt. Und da spielt es keine entscheidende Rolle, ob sich ein Mühlrad oder eine Turbine bewegt oder auch nicht.

veröffentlicht am 14.05.2008 um 00:00 Uhr

Das Rauschen des sich in die Tiefe stürzenden Mühlengrabens klingt einfach entspannend, und eine Führung durch die verschiedenen Arbeitsebenen einer alten Wassermühle weckte das Interesse sowohl jüngerer als auch älterer Besucher. Und dann duftete es dort noch nach frischem Kaffee und Streuselkuchen. Der Vorsitzende des Vehlener Mühlenvereins, Winfried Brempel, staunte nicht schlecht: Seine ersten Gäste fanden sich schon drei Stunden vor dem eigentlichen Eröffnungstermin ein. Als er zwischen den Führungen Zeit hatte, führte er Fachgespräche über die geplante Sanierung der Turbine. Fachkundiger Gesprächspartner war der Maschinenbauer Ernst Meininger, der die Turbine schon zu einem Zeitpunkt gewartet hatte, als hier noch Brempels Großvater aus Weizen, Roggen und Gerste Mehl und Schrot herstellte. Winfried Brempel ist guten Mutes, dass er die Turbine noch in diesem Jahr zum Laufen bekommt. Die Turbinenwelle und einige andere Teile müssen ersetzt werden. Dafür gibt es jedoch keine Ersatzteile mehr. Da ist also Eigenanfertigung angesagt, und dafür wird Fachwissen benötigt. Bis zum Hoffest der benachbarten Brauerei am 24. Mai ist das nicht zu schaffen. Brempel: "Aber wir werden auch an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr die Mühle für Besucher öffnen, und dann eben den Elektromotor anwerfen, um die Wahlenstühle und was dazu gehört in Gang zu setzen. Dann wird es auch wieder Kuchen sowie Torten geben - alles selbst gebacken."



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