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Gespräch in Hannover: Sorgen drei Minister doch noch für Bewegung?

EWR-Krise: "Neuer Vorschlag"

Landkreis/Hannover (ssr/ni). Das letzte Kapitel der "Erlebniswelt Renaissance" (EWR) ist möglicherweise doch noch nicht geschrieben. Gestern haben sich völlig überraschend Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) und Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) in das Drama eingeschaltet. Noch für den Abend baten sie die Fraktionsvorsitzenden der Kreistage von Hameln-Pyrmont, Holzmindenund Schaumburg zu einem Gespräch nach Hannover. Im weiteren Verlauf des dem Vernehmen nach teils turbulenten Gesprächs stieß noch Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hinzu. Er kommt ebenso wie Sander aus Holzminden.

veröffentlicht am 13.09.2007 um 00:00 Uhr

Der Hamelner CDU/FDP-Gruppenvorsitzende Otto Deppmeyer sagte auf Anfrage nach Ende der Sitzung, man sei in dem Gespräch "ein Stück weitergekommen". Es liege "ein neuer Vorschlag auf dem Tisch". Einzelheiten wollte er am gestrigen Abend mit Blick auf die heutigen politischen Beratungen der Hamelner Kreistagsgremien nicht nennen. Der Hamelner SPD-Fraktionschef Ulrich Watermann sagte, er sehe "eine Chance, dass noch einmal Bewegung in die Angelegenheit kommt". Die von Landrat Rüdiger Butte für gestern einberufene außerordentliche Sitzung des Hameln-Pyrmonter Kreisausschusses, in der die Entscheidung über die Zukunft der EWR fallen sollte, ist auf heute Abend verschoben. Bleibt die CDU/FDP-Mehrheit bei ihrem derzeitigen Beschluss, wäre die Insolvenz der EWR nicht mehr aufzuhalten. Der in Bevern beheimatete Sander hatte deshalb die Initiative für den Krisengipfel in Hannover ergriffen, um vor allem diese Hamelner Mehrheitsgruppe zum Umdenken zu bewegen. Die EWR in die Insolvenz zu schicken, wäre in Sanders Augen "unverantwortlich". Es dürfe nicht dazu kommen, "dass die öffentliche Hand eine Pleite hinlegt und die Handwerker im Regen stehen lässt", so der Minister gestern. Auch die interkommunale Zusammenarbeit sieht Sander gefährdet. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Schaumburger Kreistag, Gunter Feuerbach, hat nach eigenem Bekunden bei dem abendlichen Krisentreffen die einheitliche Willensbildung von SPD/FDP, CDU und Kreisverwaltung in Schaumburg bekundet: "Wir wollen keine Insolvenz, sondern die Abwicklung der EWR zum Jahresende und dieÜberführung in eine geeignete Betriebsform."



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