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SPD-Schaumburg wählt 15 Delegierte / Europawahl 2009: Drei Kandidaten stellen sich vor

"Europa soll sozial und demokratisch sein"

Landkreis (rd). Ihre Kandidaten und Kandidatinnen für die Europawahl 2009 wird der SPD-Bezirk Hannover am Freitag, 12. September, auf einer Bezirksvertreterversammlung nominieren. Zur Wahl stehen bislang Petra Herrmann aus Laatzen, Bernd Lange aus Burgdorf und Erika Mann aus Bad Gandersheim. Im Le Theule Saal des Bückeburger Rathauses sind auf einer Vertreterversammlung des SPD-Unterbezirks Schaumburg unter dem Motto "Das soziale und demokratische Europa" 15 Delegierte für diese Bezirksvertreterversammlung gewählt wor den.

veröffentlicht am 03.09.2008 um 00:00 Uhr

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"Die Schaumburger SPD ist gut aufgestellt - mit der Mehrheit im Landkreis und den acht direkt gewählten Hauptverwaltungsbeamten können wir die Lebensbedingungen für die Menschen hier einheitlich gestalten und sozialdemokratische Ideen, wie beispielsweise die Schulfonds, umsetzen", sagte Schaumburgs SPD-Vorsitzender Karsten Becker bei der Begrüßung der 68 Delegierten. Immer mehr für uns gültige Gesetze, so Becker, würden in Brüssel beschlossen, sodass es nicht egal sein könne, "wenn Neoliberale oder Konservative wie Edmund Stoiber dort das Sagen haben". Bernd Lange (53) möchte in Brüssel für eine solidarische Erneuerung der EU streiten, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Er kritisiere, dass die Konservativen zurzeit versuchen, "gemeinsame soziale und ökologische Standards für die gesamte EU über Bord zu werfen". Nur durch eine EU, in der sich "unsere sozialstaatlichen Traditionen wieder finden", so Lange, könnten Globalisierungsprozesse gestaltet und die Zustimmung für ein gemeinsames europäisches Projekt gefestigt werden. Arbeit und Umwelt seien Langes politische Schwerpunkte. Er fordere "europaweite Leitplanken gegen Lohn- und Sozialdumping". Für Lange, der von 1994 bis 2004 Mitglied des EU-Parlaments gewesen ist, "gehören SPD und Gewerkschaften unmittelbar zusammen". Petra Herrmann (45) fordere ein Ende mit dem "Lobbyistenmarkt und dem Recht des Stärkeren" in Brüssel und möchte sich für ein "solidarisches Europa" einsetzen. Wichtig sei ihr für alle Menschen ein freier und bezahlbarer Zugang zu denjenigen Dienstleistungen, ohne die eine vollgültige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht möglich sei. Erika Mann habe seit 1994 bereits viele wertvolle Erfahrungen als EU-Abgeordnete sammeln können. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Forschungs-, Industrie- und Mittelstandspolitik, im Patentbereich und in der Internet- und Telekommunikationsregulierung. Die "leidenschaftliche Kämpferin für Chancengleichheit", so die SPD, sieht die Integration der vielen osteuropäischen Staaten und das positive Bewältigen der internationalen Herausforderungen durch boomende Staaten wie China und Indien als Hauptaufgaben an.

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