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Europa muss solidarisch sein

Zu: “, vom 22. Februar

War nicht anders zu erwarten. Wenn Europa scheitern sollte, dann ist das nicht nur die Schuld rechter Nationalisten, sondern auch die der Demokraten. Wie schon einmal in Deutschland.

veröffentlicht am 13.03.2020 um 23:06 Uhr

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Nationalisten wollen ein Europa der Vaterländer – Vaterländer, die uns bereits zwei Weltkriege bescherten. Sie wollen also ein Europa des ständigen Streits, wo es nie zu einer Einigung kommt, weil jedes Land nur seinen Vorteil sieht. So, wie nun beim EU Gipfel, so, wie wir es bereits lange haben.

Die EU-Länder, die sich am wenigsten für die Not anderer interessieren, allen voran Ungarn und Polen, schreien am lautesten. Und das wird auch so lange andauern, wie es die lächerlichen unbedeutenden europäischen Vaterländer gibt. Wer sich ständig streitet, weil jeder nur an seinen Vorteil denkt, ist schwach und kommt zu keinem Entschluss, keinen Haushalt und keine Hilfe für Flüchtlinge. Die AfD und andere Nationalisten faseln derweil von einem zentralistischen einheitlichen Europa, vor dem sie eine Heidenangst haben. Warum? Weil es sich wehren könnte und es in ihrer Philosophie nur Zentralstaaten gibt. Bundesstaaten kennen sie nicht. Angeblich fürchten sie um ihre Identität. Dabei sind in Hessen immer noch Hessen und in Bayern immer noch Bayern. Wieso soll-ten in einem Bundesstaat Europa Italiener nicht Italiener bleiben können?

Die Demokraten allerdings, wollen ebenfalls kein starkes Europa und keine Einigung in wichtigen Fragen. Dafür haben sie die schwachsinnige Einstimmigkeit geschaffen, damit es um keinen Preis zu einer Einigung kommt und Leute wie Orban und Kaczynski Europa lahmlegen können und anderen Ländern, mangels Sanktionen, ebenfalls Solidarität verweigern.

Wir suchen Arbeitskräfte und die sollten wir nun, wo die Flüchtlinge vor der Tür stehen, nehmen und ausbilden. Sämtliche Gelder dafür müssen aus der EU-Kasse entnommen und dafür die Unterstützung für die Länder eingestellt werden, die von der Solidarität der anderen Länder leben, aber selbst keine ausüben. Damit würde man Leid und gleichzeitig auch einen Teil der eigenen nationalistischen Tendenzen mindern („Wir zahlen, die anderen kassieren“). Und ein solidarisches Zusammenwachsen Europas fördern, Europa wäre keine Lachnummer mehr. Ups, geht ja nicht! Dazu muss die dämliche Einstimmigkeit weg, und Mehrheitsbeschlüsse müssen möglich sein. Die Moral von der Geschicht: Solidarität ist gut, Nationalismus nicht.



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