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Etwas stimmt nicht in dieser Republik

Zu: „Nach der Rede rührte sich keine Hand zum Beifall“, vom 16. Januar, und „Erklärungsversuch zum Verbot von Bibelgeschichten“, vom 27. Januar

veröffentlicht am 01.03.2012 um 06:00 Uhr

Die Überschrift des Berichtes der Dewezet zum Neujahrsempfang des Kirchenkreises kann den anwesenden, pensionierten Theologen aus dem Kirchenkreis als ungerecht erscheinen, sie gibt dennoch eine gewisse Distanz zur Arbeit des Superintendenten wieder. Das Wirken von Herrn Philipp Meyer seit seiner Wahl 2003 ist auch gekennzeichnet von Ereignissen, Umgangsformen, Handlungsweisen und Amtsansprüchen. Kritische Entwicklungen werden „schöngeredet“, wenn sie an die Öffentlichkeit gelangen.

Seine Aussage während des Neujahrsempfangs, dass die Entscheidungen des Kirchenkreisvorstandes einstimmig und im Kirchenkreistag mit überwältigender Mehrheit getroffen wurden, verstärkt meine Vermutung seines Einflusses in beiden Gremien. Der Hinweis der Theologen, dass alle Anwesenden die Worte des Superintendenten als Kurzandacht verstanden und deshalb nicht geklatscht haben, ist aus meiner Einschätzung nur die halbe Wahrheit.

Weiterhin ist es unglaublich, was im Kindergarten Haddessen nicht mehr sein soll, nämlich, dass Kindern biblische Geschichten vorgelesen werden. Anfang 2011 hatte die Stadtverwaltung Hessisch Oldendorf davon Kenntnis erhalten. Die Fachdienstleiterin Margareta Seibert hatte die Eltern der Kinder darauf hingewiesen, dass das Vorlesen biblischer Geschichten mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz einer Kindertagesstätte oder eines Kindergartens in öffentlicher Trägerschaft nicht vereinbar sei. Die Meldung an die Behörde, so darf vermutet werden, wurde von einer Person ausgelöst, die eine christliche Orientierung für Kinder ablehnt. Ich hoffe, diese Person wird später den Zugriff von Computerspielen im persönlichen Umfeld verhindern, denn eine gesetzliche Möglichkeit gibt es noch nicht! Wenn das Erzählen biblischer Geschichten einmal im Monat schon zu viel ist und die Vorstufe einer christlichen Bindung in einem noch christlich geprägten Deutschland gesetzlich in kommunalen Kindergärten beziehungsweise Kindertagesstätten nicht sein darf, stimmt etwas nicht in dieser Republik.

Joachim Meyer, Hameln

Leserbriefautor Joachim Meyer meint, dass biblische Geschichten durchaus einmal im Monat in kommunalen Kindergärten oder Kindertagesstätten vorgelesen werden dürfen.

Foto: Bilderbox



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