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Grünkohlessen der CDU-Fraktion / Beim Hubschraubermuseum darf nicht geeiert werden

Etwas leichtere Kost trotz deftiger Zutaten

Bückeburg (bus). Beim Grünkohlessen der CDU-Rathausfraktion ist in diesem Jahr - was den Würzgehalt der von Christopher Wuttke gewählten Worte anbelangt - eine etwas leichtere Kost als in den vergangenen Jahren serviert worden. Die SPD habe zwar verdient, dass "man deutlich und Klartext redet", führte der Fraktionsvorsitzende aus, die Klammer des Haushalts lasse indes wenig Spielraum, was auch auf das Streiten zutreffe.

veröffentlicht am 18.02.2008 um 00:00 Uhr

Christopher Wuttke (von rechts), Ekkehard Dürig und Friedel Pört

Dennoch mussten die Christdemokraten während der Einstimmung auf das neue politische Jahr auf allerhand deftige Zutaten nicht verzichten. "Wenn man als Sozialdemokrat einmal marschiert, guckt man nicht mehr nach links oder rechts", schrieb Wuttke dem lokalpolitischen Hauptwiderpart ins Stammbuch. Mehr Flexibilität hätte, beispielsweise in der Causa "Hofapotheke", wesentlich ersprießlichere Ergebnisse gezeitigt. Wuttke: "Wir hätten knallhart verkauft." Von den in Aussicht gestellten Beteiligungserlösen sei kaum etwas übrig geblieben. Auch herzhaft: "Wir hätten der Verwaltung insgesamt auf die Finger geschaut und eine globale Minderausgabe eingefordert." Ebenso nicht unpikant geriet die Stellungnahme des Redners zur baulichen Umgestaltung des Hubschraubermuseums. Hier dürfe "nicht geeiert" werden, forderte er eine unmissverständliche Haltung ein. "Wir stehen zu dem tollen Projekt und sind bereit, dafür auch Geld in die Hand zu nehmen", betonte Wuttke. Kleiner Seitenhieb auf die FDP: Während die Liberalen im Landtag, unter anderem bei der Bewältigung der von der SPD hinterlassenen Altlasten, im Zusammenspiel mit der CDU gute Arbeit leiste, koche sie im Bückeburger Mehrheitstopf das Süppchen der Gewerbesteuererhöhung. Warum der Fraktionschef heuer darauf verzichtete, deutlich "mehr Butter bei die Fische" zu geben und seine Ausführungen stattdessen mit einigermaßen bekömmlichen Ingredienzien unterfütterte, war bei der Vermittlung der Nachspeise herauszuschmecken. "Im ganz überwiegenden Teil aller Fälle streben wir eine Zusammenarbeit zum Wohl der Stadt an."



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