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Nordzucker und Zuckerrübenanbauerverbände ziehen Bilanz

Etwas geringerer Ertrag

Esbeck. In Esbeck zogen Vertreter der Nordzucker AG und des Zuckerrübenanbauerverbandes eine Bilanz der abgeschlossenen Rübenkampagne. Heinrich Klingelhöfer, stellvertretender Vorsitzender des Zuckerrübenanbauerverbandes Südniedersachsen e. V., stellte fest: „Der größte Teil der Kampagne ist gut verlaufen. Nur zwischenzeitlich waren Ernte und Anlieferung durch die Witterung beeinträchtigt.“ Auch wenn die Erträge teilweise enttäuschten, ließen die positiven Marktbedingungen einen zufriedenstellenden Abschluss des Rübenjahres erwarten.

veröffentlicht am 13.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:41 Uhr

Auch Franz Hesse, Rübenbüroleiter des Werkes Nordstemmen der Nordzucker AG, bezeichnete die Kampagne als erfreulich. „Die Aussaat erfolgte ungewöhnlich spät, aber unter guten Bedingungen.“ Hohe Niederschläge Ende Mai mit kühlen Temperaturen und eine ausgeprägte Trockenphase im Juli und August hätten in Verbindung mit der späten Aussaat einen leicht unterdurchschnittlichen Ertrag gebracht. „In unserer Region Alfeld/Nordstemmen konnten die Landwirte einen Ertrag von 12 Tonnen Zucker je Hektar erzielen.“ Zufrieden berichtet Hesse von der guten Verarbeitungsleistung im Werk Nordstemmen. „Dass die Rübe sehr gut zu verarbeiten war, lag an der außerordentlich guten Rübenqualität, die die Landwirte geliefert haben“, unterstrich Hesse. Zudem hätten gezielte Investitionen der Nordzucker eine gleichmäßig hohe Verarbeitung ermöglicht.

Dirk Wollenweber, Geschäftsführer des Zuckerrübenanbauerverbandes, berichtete, dass der Verband regelmäßig Kontrollen bei der Bewertung der Zuckerrüben vorgenommen habe. Dort gehe es um das Rübengeld der Landwirte und daher zahle sich dies für die Rübenanbauer aus. Der Zuckerrübenanbau sei gegenüber vielen anderen Feldfrüchten in den letzten Jahren ertragreich gewesen. Damit der Zuckerrübenanbau auch weiterhin rentabel bleibe, animierte Wollenweber die Rübenanbauer dazu, alle Anstrengungen zu unternehmen, um einen hohen und stabilen Zuckerertrag zu erzielen. „Dann wird sich die Rübe auch weiterhin als interessante Feldfrucht zeigen.“ Vor dem Hintergrund der Brüsseler Beschlüsse zur Abschaffung der Quotenregelung ab 2017 steht die Rüben- und Zuckerbranche vor erheblichen Herausforderungen. Anstelle der bis dahin existierenden Mengen- und Preisgarantien müssen Lieferverträge und Rübenpreise künftig direkt zwischen Zuckerunternehmen und Zuckerrübenanbauerverbänden ausgehandelt werden. „Wir treten dabei für Regelungen ein, die einen erfolgreichen Rübenanbau und eine wettbewerbsfähige Zuckerproduktion in unserem Verbandsgebiet sichern sowie alle Mitglieder gleich behandeln“, betonten die Vertreter der Rübenanbauer. Viel Arbeit investierte der Verband, um die gesamte Logistikkette von der Ernte über die Lagerung bis hin zur Verladung auf Verlustquellen zu durchleuchten. Becker beschreibt als wichtiges Ziel: „Wir wollen den gewachsenen Zuckerertrag mit möglichst geringen Ernte- und Lagerverlusten erfolgreich vermarkten.“



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