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Elternumfrage in der Samtgemeinde Lindhorst: Nicht genügend Bedarf für Betreuungsangebot / Andreas Günther ist enttäuscht

Es wird keinen Hort geben

Samtgemeinde Lindhorst. Die Befürchtungen einiger Politiker und Eltern sind wahr geworden: In der Samtgemeinde Lindhorst wird es keine Hortbetreuung geben. „Leider hat die durch die Samtgemeinde durchgeführte Elternbefragung ergeben, dass das Interesse an einer Hortbetreuung, so wie sie angeboten wird, zu gering ist, das heißt, die Mindestanzahl von zehn zu betreuenden Kindern ist nicht erreicht“, wie Matthias Hinse, Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Pressemitteilung erklärt. Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther bestätigt auf Nachfrage dieser Zeitung das Ergebnis der von der Samtgemeinde in Zusammenarbeit mit der Schule durchgeführten Umfrage.

veröffentlicht am 19.02.2014 um 17:36 Uhr
aktualisiert am 19.02.2014 um 18:41 Uhr

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Autor:

Tina Bonfert

„Ich bin von dem Ergebnis enttäuscht, aber der Bedarf für eine Betreuung für die Zeit von 15 bis 17 Uhr, also im Anschluss an das offene Ganztagsangebot, das super angenommen wird, ist offensichtlich nicht vorhanden“, erklärt der Samtgemeindebürgermeister.

Trotz der unter anderem von Hinse angesprochenen Sorge von Eltern in Bezug auf eine mögliche Betreuungslücke, wenn nicht genügend Anmeldungen zustande kommen, wurde im Samtgemeinderat der Beschluss getroffen, die Hortbetreuung in Trägerschaft der Samtgemeinde anzubieten (wir berichteten). Dieses Vorhaben wurde nach Worten von Hinse auch seitens seiner Partei begrüßt: „Die Hortbetreuung in der Gemeinde Lindhorst beenden und diese in die Trägerschaft der Samtgemeinde geben, damit Hortbetreuung da stattfindet, wo sie auch hingehört, nämlich gekoppelt an den Schulbetrieb, so war das Vorhaben der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.“

Im Samtgemeinderat einigten sich die Ratsmitglieder auf eine verbindliche Vorgabe für die Einrichtung eines Hortes von mindestens zehn Anmeldungen. Da diese Vorgabe nicht erfüllt, und damit die Kosten nicht gedeckt werden, könne der Beschluss nicht ausgeführt werden, so Günther. Mit einem so geringen Bedarf habe man dem Samtgemeindebürgermeister zufolge in der Verwaltung jedoch nicht gerechnet. Ob es erneut einen Antrag geben wird, ist noch unklar, es müsse jedoch bedacht werden, dass es sich bei der Hortbetreuung um ein freiwilliges Angebot der Samtgemeinde handele und die Verwaltung dafür Sorge tragen müsse, für die „Pflichtaufgaben“ auch genügend Geld vorzuhalten, betonte Günther. In der für den 27. Februar geplanten Ratssitzung wird das Ergebnis der Umfrage ein Thema sein. „Alle Fraktionen hatten sich im Kommunalwahlkampf eine gute Kinderbetreuung auf die Fahne geschrieben, da muss die Politik sich jetzt nochmal zusammensetzen und über die neue Situation sprechen“, heißt in der Pressemitteilung von Hinse weiter.

Die Berichterstattung der SN zu dem Thema, gibt es auf sn-online.de zusammengefasst in einem Storify.



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