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Kooperation: Gemeinde Auetal lässt Personalsachbearbeitung jetzt vom Landkreis erledigen

"Es wäre schön, wenn wir Vorreiter wären"

Auetal (jl). In einem Sachgebiet, das immer komplizierter wird, hat die Gemeinde Auetal am Montag als erste Schaumburger Kommune einen Kooperationsvertrag mit dem Landkreis abgeschlossen. So wird die Personalsachbearbeitung für die 120 Mitarbeiter der Rehrener Verwaltung künftig im Kreishaus an der Jahnstraße in Stadthagen erledigt.

veröffentlicht am 25.10.2006 um 00:00 Uhr

Der Vertrag ist unter Dach und Fach: Ursula Sapia und Heinz-Gerh

Für Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier ist "ein weiterer Mosaikstein" in Sachen interkommunaler Zusammenarbeit gelegt worden, indem er und Auetals Bürgermeisterin Ursula Sapia (SPD) die Vereinbarung unterschrieben haben. Sapia betonte während der kleinen Zeremonie im Kreishaus: "Es wäre schön, wenn wir Vorreiter wären." Konkret bedeutet die Kooperation nach den Worten des Personalchefs der Kreisverwaltung, Karlheinz Rohlwing, dass seine Abteilung zusätzlich zu den rund 2200 "Zahlfällen" aus dem eigenen Haus die rund 120 Auetaler bearbeitet. Das bedeute keinen großen Mehraufwand, weil das Fachwissen im Hause vorhanden sei. Fachwissen über etliche Tarifverträge, Versorgungsregelungen und dergleichen ist laut Rohlwing immer mehr nötig. "Daswird immer komplizierter", betonte der Personalchef. Deswegen ist die Vereinbarung für die Auetaler eine große Entlastung, wie der designierte Bürgermeister Thomas Priemer (SPD) erklärte: "Wir brauchen unser Personal nicht ständig weiterzubilden." Der bisherige Personalsachbearbeiter in Rehren kann sich laut Priemer jetzt einer dringenden Aufgabe in der Finanzverwaltung widmen: dem Aufbau der Doppik-Haushaltsrechnung. Technisch ist die Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Kreisverwaltung bereits geraume Zeit möglich, denn beide nutzen dieselbe Personalsoftware. Politisch ist die interkommunale Zusammenarbeit laut Schöttelndreier "aktuell, weil sie von der Landesregierung ins Bild gerückt worden ist". Hannover wolle statt einer Gebietsreform kommunale Aufgaben möglichst breitflächig erledigt wissen.Dies geschehe aus Schaumburger Sicht kreisübergreifend in Form der Regionalen Entwicklungskooperation (REK), der Weserbergland AG sowie in weiteren Formen von Zusammenarbeit. Auf Kreisebene gibt es interkommunale Zusammenarbeit laut Schöttelndreier bereits im Wasser- und Abwasserwesen. Sinn mache Zusammenarbeit immer da, "wo Spezialwissen nötig ist" - wie im Fall der Personalsachbearbeitung. Kriterien müssten sein: Was bringt es ein, wie hoch ist die Kostenersparnis, wie wichtig ist es für die Bürger?

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