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Typisierung von Knochenmarkspendern an der Elisabeth-Selbert Schule / Ein Wattestäbchen trägt die Merkmale

Es tut gar nicht weh: Leben spenden in der Schule

Tübingen/Hameln. Gemeinsam mit der Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH (DKMS) veranstaltet die Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln eine Typisierungsaktion unter den Schülern und Lehrern. Unterstützung erhielten die Schüler in Form von belegten Brötchen und Getränken von der Bäckerei Zibuhr, dem Bad Pyrmonter Mineralwasser und vom Marktkauf Hameln. Die Sana-Klinik stellte einen Arzt. Für die Blutabnahme standen medizinisch ausgebildete Freunde, Lehrer und Bekannte bereit.

veröffentlicht am 26.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 02:21 Uhr

Stefanie Randt und Sarah Afra Barnes halfen bei der Organisation.

Viele Leukämiepatienten können nur überleben, wenn es irgendwo einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist.

Vor Weihnachten erfuhr eine Klasse der Elisabeth-Selbert-Schule, dass der Sohn einer Lehrerin an Leukämie erkrankt war. „Wir waren alle sehr betroffen und wollten ihr irgendwie helfen. Wir boten ihr an, uns typisieren zu lassen“, berichtet Sarah Afra Barnes, die gemeinsam mit Stefanie Randt im Organisationsteam aktiv war. „Wir stellten fest, dass wir uns das nicht leisten können, schließlich kostet eine Typisierung 50 Euro pro Person. Im Radio hörten wir von der DKMS und nahmen Kontakt auf. Pamela Kölbl von der DKMS unterstützte uns seitdem. Sie half uns bei der Planung und bei allem, was so anfiel.“ Schulleiterin Gisela Grimme und Abteilungsleiterin Hoffmann sicherten den Schülern ebenso ihre Hilfe zu. Die DKMS übernahm die Kosten.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie, darunter auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Für viele von ihnen ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance.

Bereits mehr als 2,2 Millionen Menschen haben sich als potenzielle Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Sie ist die weltweit größte Datei und vermittelt täglich mindestens zehn Stammzellspender. Es kommt nur sehr selten vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben. Im günstigsten Fall liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:20 000. Die Suche ist aber auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenig Menschen als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen. Wenn Sie sich bei der DKMS registrieren möchten, können Sie über die Homepage der DKMS www.dkms.de ein Wattestäbchenset anfordern und dieses nach einem Wangenschleimhautabstrich zurücksenden. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung allein auf Geldspenden angewiesen. Spendenkonto 255 556 bei der Kreissparkasse Tübingen, BLZ 641 500 20.



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