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Ärztlicher Notdienstkoordinator verweist auf hohe Qualität

"Es sind mehrere unglückliche Umstände zusammengekommen"

Bückeburg (rc). "Es sind mehrere unglückliche Umstände zusammengekommen, die der Kollege nur zum Teil zu vertreten hat." Mit diesen Worten hat der Koordinator für den ärztlichen Notdienst in Bückeburg, Ulrich Mohr, auf einen Bericht unserer Zeitung vom vergangenen Sonnabend reagiert.

veröffentlicht am 05.06.2007 um 00:00 Uhr

Darin hatte sich die Bückeburgerin Dr. Christel Assmann über die ihrer Ansicht nach "schlechte" Ausübung des Notdienstes beschwert und die Bückeburger Ärzte zu einer besseren Ausübung des Dienstes aufgefordert. Ihrem Mann, Rollstuhlfahrer, ging es sehr schlecht. Der telefonisch angeforderte Notdienst habende Arzt war trotz Zusage, innerhalb einer dreiviertel Stunde kommen zu wollen, nicht gekommen. Ein Nachbar, selbst Arzt, konnte schließlich helfen und schrieb die notwendige Einweisung für das Krankenhaus Bethel aus. Wie Mohr in einer Pressemitteilung ausführte, sei nach der Beendigung des Notfalldienstes der Arzt "ausdrücklich" nicht mehr zuständig, sondern der betreuende Hausarzt, der zeitnah einen Notfalldienst-Bericht erhält. Wie Mohr generell ausführte, koordiniere er auf Grundlage der Notfalldienstordnung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsens den ärztlichen Notfalldienst. "Wir Bückeburger Ärzte sind ein wenig stolz darauf, dass dieser Notfalldienst seit vielen Jahren in hoher Qualität angeboten werden kann." Dass der Notfalldienst gut funktioniere, zeigten die vielen Patienten, die regelmäßig aus anderen Notdienstbereichen die Bückeburger Ärzte aufsuchen würden. Dennoch könne es zu Problemen kommen, räumt Ulrich Mohr ein: sei es mangelnde Erreichbarkeit, Unzufriedenheit mit der Qualität der ärztlichen Leistung oder auch Missverständnisse bezüglich der Aufgaben des ärztlichen Notfalldienstes. Mohr: "Hier möchte ich vermitteln und aufklären, aber auch bei tatsächlichen Fehlverhalten den Kollegen ansprechen und gegebenenfalls standesrechtliche Disziplinarverfahren anstoßen." Zu diesem Zweck bittet Mohr alle Bückeburger Bürger, ihm etwaige Probleme im ärztlichen Notfalldienst mitzuteilen. Bei ernsten Vorwürfen sei eine schriftliche Mitteilung des Vorfalls notwendig, um vorgesetzte Dienststellen informieren zu können: "Auch ärztliche Leistung wird beflügelt von konstruktiver Kritik." Er werbe darum, dass im Fall von Konflikten die Beteiligten das Gespräch suchten, um weiterführende Lösungen zu ermöglichen, so Mohr abschließend.



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