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2006 verbringen 15 563 Gäste ingesamt 32 881 Nächte in Bückeburgs Hotels

"Es sieht positiv aus": Weniger Gäste, aber dafür mehr Übernachtungen

Bückeburg (rc). Weniger Gäste, aber mehr Übernachtungen - so lautet die Bilanz der Bückeburger Hotellerie im vergangenen Jahr. Insgesamt kamen 15 563 Gäste, die 32 881 Nächte in Bückeburg verbrachten. Zum Vergleich: 2005 waren es noch 16 614 Gäste, die insgesamt 32 532 Mal in der Stadtübernachteten. Mithin also eine Steigerung von 349 Übernachtungen, bei einem Rückgang von 1051 Gästen. Die, die kamen, blieben also länger.

veröffentlicht am 13.04.2007 um 00:00 Uhr

Diese Zahlen nannte jetzt der FachgebietsleiterÖffentliche Einrichtungen, Karl Fehring, auf Anfrage unserer Zeitung. Über die ihm unterstehende Touristinformation, in der die Zahlen der Bückeburger Hotels zusammenlaufen, wird die Zahl der Gäste und Übernachtungen an das Statistische Landesamt Niedersachsen weitergeleitet. Insgesamt zeigten sich Fehring als auch der Vorsitzende der Sparte Gastronomie und Hotellerie im Bückeburger Stadtmarketing, Gerhard Ostermeier, zufrieden mit der Zahl. Ostermeier: "Es sieht positiv aus." Fehring: "Schon eine Verbesserung." Beide merkten an, dass Bückeburg nicht die "typische Stadt" oder Region ist, in der Gäste sich längere Zeit aufhalten. "Wir leben eher vom Tagestourismus." Die Steigerung der Übernachtungen sei daher positiv zu bewerten, müsse aber ausgebaut werden. Wie Fehring ergänzte, sind nur Hotels und Pensionen mit mehr als acht Betten meldepflichtig. Er geht daher nach seiner Hochrechnung davon aus, dass 2006 rund 40 000Übernachtungen in Bückeburg verzeichnet werden müssen. Beide gaben zu bedenken, dass die Zahl trotz der Schließung zweier Hotels im Jahr 2006 - des "Alten Forsthauses" und des "Altstadtkellers" - verbessert werden konnte. Besonders das Fehlen des "Alten Forsthauses" mache sich aber schon bemerkbar, ergänzte Praktiker Ostermeier, dem das 35-Zimmer-Hotel "Ambiente" an der Herminenstraße gehört. Gerade inStoßzeiten von Messen in Hannover, Landpartie und Weihnachtszauber oder aber der bevorstehenden Fürstenhochzeit könne die Nachfrage nicht befriedigt werden. Allein für die Fürstenhochzeit habe er bereits 60 oder 70 Anfragen absagen müssen. "Die werden jetzt in Hotels außerhalb der Stadt logieren", vermutet Ostermeier: "Die Kapazität des ,Alten Forsthauses' mit jährlich 6000 oder 7000 Übernachtungen fehlt uns einfach in der Stadt. Wir könnten mehr machen." Negativ wirkt sich die Schließung des Hotels nach Fehrings Beobachtungen auch auf die Busunternehmen aus, die Bückeburg anfahren wollen und hier Übernachtungsmöglichkeiten mit genügend Kapazitäten unter einem Dach suchen und buchen wollen. Nur das "Ambiente" könne "eine Busladung", also rund 50 Gäste, aufnehmen. Die Kapazitäten der anderen sieben Hotels in Bückeburg seien dafür zu gering. In den vergangenen Jahren hatte sich besonders das Bückeburger Stadtmarketing bemüht, Busunternehmen nach Bückeburg zu locken. Zwei Tourismusbörsen wurden veranstaltet, mehrere hundert Busunternehmer folgten der Einladungin die Stadt. Weil es anÜbernachtungsmöglichkeiten für "Busladungen" fehlt, hat BSM bereits reagiert. Im Vorfeld der Hauptversammlung am 17. April kündigte BSM-Chef Sønke Lorenzen an, dass es keine Tourismusbörse mehr geben werde, jedenfalls nicht unter der Regie des BSM. Bereits beim Neujahrsempfang im Januar hatteer festgestellt: "Wir brauchen mehr Hotelzimmer. Bedarf ist genug vorhanden." Eine Forderung, die er jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung erneuerte. Insgesamt hat Bückeburg acht Hotels mit zusammen 253 Betten. Dazu kommen 13 Pensionen, Gästehäuser, Ferienhäuser und Anbieter von Ferienwohnungen mit noch einmal maximal 76 Betten. Sieben Bückeburger bieten private Übernachtungsmöglichkeiten an.



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