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Es reicht hier mit der Windkraft

Zu: „In Ottenstein stehen die Zeichen auf Sturm“, vom 7. Dezember

veröffentlicht am 21.12.2013 um 06:00 Uhr

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Wir sind nicht gegen die Windkraftanlagen allgemein, hier geht es um den Standort und einfach um das Leben und Überleben in kleinen Ortschaften. Wenn es denn zu solchen Windkraftanlagen in unmittelbarer Ortsnähe, so zwischen 350 und 950 Meter von Wohnhäusern und Baugebieten entfernt, kommen sollte, dann stehen Millionenverluste für die Einwohner unmittelbar bevor. Mir ist bekannt, dass schon allein durch die Planungsphase vom „Suchfeld“, zwischen Eichenborn, Lichtenhagen und Deitlevsen in der Gemarkung des „Stadtgebietes“ Bad Pyrmont, Kaufoptionen von Baugrundstücken abgesagt wurden. Geschweige denn, dass hier ein Hauseigentümer sein Anwesen verkaufen will oder muss, die roten Zahlen sind programmiert.

Dazu kommt noch, dass wir hier auf der Ottensteiner Hochebene seit Jahrzehnten in die Tourismuswirtschaft investiert haben. Weil wir das Land lieben, wie es ist. Mit Fördermitteln und in vollem Engagement privaten Vermögens über die 70er Jahre bis heute hat alleine der kleine Ortsteil Lichtenhagen der Gemeinde Ottenstein etwa 5000 Übernachtungen im Gästebetrieb pro Jahr.

Können Sie sich vorstellen, wie es sich hier so anfühlt, in 500 Metern Entfernung ein rotierendes Hochhaus mit über 200 Metern Höhe zu haben, was auch noch fiese Geräusche Tag und Nacht macht. Die meisten wissen nicht, was Infraschall bedeutet, denn der macht spürbar „mobil“ im Bereich von 50 Hz und darunter. Diese Schwingungen der riesigen Propeller mit einem Durchmesser von fast 100 Metern sind gigantisch. Das AKW Grohnde wird auch heruntergespielt, denn diese „umweltfreundliche Anlage“ wird uns hier noch Jahrzehnte beschäftigen – nach dem Motto: „Wenige profitieren und viele Menschen verlieren.“

Hier fielen die Grundstückspreise massiv wegen des Kraftwerks schon vor über 30 Jahren! Zum Sterben der kleinen Städte, Gemeinden und Dörfer im demografischen Wandel kommt der Energiewandel dazu, wenn er infrastrukturell planlos, zufällig, profitabel für nur wenige Menschen und fördermittelbestimmt im Windwahn stattfindet!

An die Pyrmonter Stadtverordneten appelliere ich hiermit, baut Windräder in diesem gigantischen Ausmaß nicht zum Ärgernis der eigenen Bewohner und der Nachbargemeinde genau an die Grenze. Ich denke, es reicht mit der Windkraft hier auf dem Berge.

Jörg Welz, Lichtenhagen



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