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Bückeburgers Arschbombenflieger absolvieren letzte Trainingseinheiten

Es kribbelt immer mächtiger - in elf Tagen geht es zur Weltmeisterschaft

Bückeburg. Noch wenige Tage, dann ist es soweit: Am 11. August werden Hans-Dieter Pentzek, Mike Tölke, Ulrich Kattge und Adrian Kostzap bei der Splashdiving World Championchip in Dillingen starten. Offiziell gehen die drei Jugendlichen aus Bückeburg und Stadthagen sowie ihr 49-jähriger Teamchef aus Krainhagen als Landeskader Niedersachsen bei der "Arschbomben-WM" auf Titeljagd. Zurzeit kanndas Quartett noch fast jeden Tag beim Training auf dem Sprungturm im Bergbad bewundert werden. Mit dabei ist auch Jugendspringer Tobias Unruh aus Bückeburg. Auf Grund des vorgeschriebenen Mindestalters von 18 Jahren darf er allerdings noch nicht mit zur WM.

veröffentlicht am 31.07.2006 um 00:00 Uhr

Fliegende Menschen im Bergbad.

Autor:

Johannes Pietsch

Inzwischen fanden die akrobatischen Sprungkünste der Bückeburger Splash-Diver auch beim Rundfunk Aufmerksamkeit. Einen Nachmittag verfolgte Kay Harland von Radio Westfalica das Training im Bergbad, führte Interviews und ließ sich von den Springern nicht nur über den Spaß, sondern auch die Risiken ihrer spektakulären Flugeinlagen aus siebeneinhalb und zehn Metern Höhe informieren. Gesendet werden wird der Beitrag über die Turmspringer auf Radio Westfalica in den nächsten Tagen, einen genauen Termin konnte KayHarland allerdings noch nicht nennen. Das Springen vom Sprungturm im Bergbad habe in Bückeburg Kultstatus, ließ Hans-Dieter Pentzek den Radioreporter wissen. "Viele Kinder fahren mit dem Rad bis zu 20 Kilometern, nur um hier von der Zehn-Meter-Plattform springen zu können." Der Sprung aus dieser Höhe gelte bei Kindern und Jugendlichen der Umgebung als Taufe: "Wer sich das traut,der hat's geschafft." Die Idee zu einer Arschbomben-Weltmeisterschaft wurde 2003 in Bayreuth geboren. Der erste offizielle Wettbewerb sorgte dann ein Jahr später an gleicher Stelle für Wasserfontänen. Im August diesen Jahres steht im saarländischen Dillingen die dritte WM bevor, die sich inzwischen dem Zeitgeist angepasst Splash-Diving-Championship betitel hat. Auch Hans-Dieter Pentzek war angesichts der Popularität des Bückeburger Sprungturms schon einmal die Idee zu einer solchen Meisterschaft gekommen: Nur waren dann die Bayreuther schneller. Ob man denn die spektakulären Sprungkunststücke wie die Vorwärtsschraube oder den rückwärts eingesprungenen Auerbachsalto einfach mal nachmachen sollte, wollte Kay Harland vom Team-Chef des Niedersachsen-Kaders wissen. Keinesfalls, erklärte Hans-Dieter Pentzek. Zu solchen Sprüngen, noch dazu aus diesen Höhen, gehöre jahrelange Erfahrung. "Wenn man ungeübt aus zehn Metern Höhe auf die Wasseroberfläche auftritt, kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen." Salti oder Rückwärtssprünge sollte man als Anfänger daher zunächst vom Startblock oder vom Ein-Meter-Brett probieren, und sich erst, wenn man sie dort sicher beherrscht, an größeren Höhen versuchen.

Radioreporter Kay Harland interviewt Mike Tölke, Hans-Dieter Pen
  • Radioreporter Kay Harland interviewt Mike Tölke, Hans-Dieter Pentzek und Adrian Kostzap. Fotos: jp
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