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Zu Hause beim Landrats-Kandidaten der CDU: Klaus-Dieter Drewes - Familienmensch und Hundefreund

"Es ist gut, wenn man da ist, wo man gerne ist"

Altenhagen. Draußen vor der Tür wartet Lilly. Behäbig trottet die betagte Golden-Retriever-Dame die Auffahrt hinunter, bereit zum kleinen Mittagsspaziergang. Von seinem Sonnenplatz auf der Steinmauer blickt Kater Charly kurz auf, schaut der Hündin träge hinterher, räkelt sich wohlig und schläft sofort wieder ein. Auf dem Balkon des Hauses steht Klaus-Dieter Drewes. "Ich kann gar nicht ohne Tiere", lächelt der Mann, der am 10. September für die CDU Schaumburgs neuer Landrat werden will. "Die gehören einfach dazu."

veröffentlicht am 29.07.2006 um 00:00 Uhr

Ländliches Familienidyll in Altenhagen: Heike und Klaus-Dieter D

Autor:

Christiane Riewerts

Zum ländlichen Idyll in Altenhagen gehören noch zwei weitere Golden Retriever: Ayla und Aaron sind mit Heike Drewes in den nahen Feldern unterwegs. Hunde-Geschichten, die könnte der Landrats-Kandidat stundenlang erzählen. Von der ersten Retriever-Hündin der Familie, die wegen eines schweren Epilepsieleidens nur wenige Jahre alt wurde. Von Sunny, einer "Hündin wie aus dem Bilderbuch", die sich bei einem Urlaub in Dänemark an einem mit Blaualgen kontaminierten See vergiftete und starb, gerade mal ein Jahr alt. "Das war Trauer ohne Ende." Oder von LillysÜberraschungswurf zu Weihnachten vor ein paar Jahren: Von den acht Welpen hatte allein der erste das goldene Fell seiner Eltern - die übrigen waren zum großen Erstaunen der ganzen Familie schwarz-weiß. Des Rätsels Lösung: Vom Züchter unbemerkt hatte ein Border Collie die Hündin nachgedeckt - "und so hatten wir acht Welpen von zwei Vätern", schmunzelt Drewes beim Plausch am Küchentisch und schenkt Extaler-Mineralwasser nach. Dies ist das soziale Zentrum des Drewes-Hauses. Die offene Küche in warmen Farbtönen, der große Holztisch im Esszimmer, das angrenzende Wohnzimmer. Alles im Stil eines Landhauses in Skandinavien, wo sich die Drewes im Urlaub so wohl fühlen. Auf dem Küchenhocker liegt noch das Rummikub-Spiel von den gemütlichen Abenden mit Freunden, auf der Fensterbankstehen winzige Orangenbäumchen. Tochter Maren (26) kommt zwischendurch auf eine kurze Unterhaltung rein - weit hat sie es nicht: Nur wenige Meter vom Elternhaus entfernt hat sie vor kurzem eine eigene Wohnung gekauft. Auch Daniel (25) wohnt direkt gegenüber, Marc-Philipp (20) hat gerade Abitur gemacht und lebt noch bei den Eltern. Nicht allein räumlich fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. "Kann sein, dass die Kinder in ihrer Berufswahl irgendwie vorgeprägt waren", schmunzelt der 48-jährige Familienvater, der seit über 30 Jahren in Diensten der Sparkasse steht, derzeit als Bildungsberater und Personalratschef im Sparkassenverband Niedersachsen. Auch wenn er die Kinder stets bestärkte, "was Eigenes" zu machen: Maren arbeitet für die Sparkasse in Wunstorf, Daniel ist bei der Sparkasse Schaumburg in Lindhorst, und Marc-Philipp immerhin geht zur Konkurrenz - er hat einen Ausbildungsplatz bei der Volksbank in Wunstorf. In Altenhagen ist der gebürtige Haster Drewes seit 1972 zu Hause, als seine Eltern hier das Haus bauten, in dem noch immer drei Generationen Tür an Tür miteinander leben. 1976 lernte er seine spätere Frau Heike beim Himmelfahrtsfest in Altenhagen kennen. In die dörfliche Gemeinschaft integrierte er sich schnell: In der Feuerwehr war Drewes lange Jahre aktiv, als Vater hat er später die Arbeit in Kindergarten und Schule aktiv mitgestaltet, auch in der Kirchengemeinde hat er Ämter übernommen. Und jetzt eben das Engagement für die CDU. Nach seinem Eintritt vor fünf Jahren wurde Drewes schnell Mitglied des Kreisvorstandes, dann Samtgemeindevorsitzender und schließlich Kandidat für das höchste Amt im Landkreis. "Ich traue mir das zu", sagt der Herausforderer von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier selbstbewusst."Auch wenn ich sicher nicht vom ersten Tag an die tiefste Fachkompetenz in allen Spezialgebieten besitze." Seine Chancen sieht er in seinem vergleichsweise jungen Alter und dem unbefangenen Blick von außen, "ohne Betriebsblindheit". Seine Themen sind Familienpolitik, Entbürokratisierung, Wirtschaftsförderung. Und ein aktives Engagement für Schaumburg, seine Heimat. Denn: "Es ist schon ganz gut, wenn man da ist, wo man gerne ist." Am nächsten Sonnabend: Zu Hause bei Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier.

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