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Nach 20 Jahren Anlaufzeit wird die Ortsdurchfahrt in Hobbensen endlich umfassend ausgebaut

"Es ist eine der schlimmsten Straßen hier"

Stadthagen (ssr). Einer der schlechtesten Straßenabschnitte im Stadtgebiet, die Stemmer Straße im Ortsteil Hobbensen, wird endlich ausgebaut. Von Mitte August bis Ende November soll die Landestraße 446 dort gründlich aufgepeppt werden. Das klappt aber nur, weil die Stadt einen Finanzierungsanteil wuppt, für den eigentlich das Land zuständig wäre.

veröffentlicht am 02.08.2008 um 00:00 Uhr

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Schon lange beklagen sich die Hobbenserüber riesige Schlaglöcher in der gewölbten Fahrbahn der Ortsdurchfahrt. Ein Gehweg fehlt ebenso wie eine Kanalisation. Und die extrem enge Kurve im Ortskern gilt als große Gefahrenstelle. "Es ist eine der schlimmsten Straßen in Stadthagen", gibt Fritz Wehling, Pressesprecher der Stadt, unumwunden zu. Das soll sich nunändern. Der Bauauftrag wird kommende Woche vergeben. Los geht es Mitte August. Beeinträchtigungen des Verkehrs während der Bauzeit sind nicht zu umgehen, sollen aber so gering wie möglich gehalten werden. "Wir haben da einiges zu buddeln." So umreißt Bauamtsleiter Manfred Fellmann die Tatsache, dass es sich um einen umfassenden Ausbau handelt. Die Fahrbahn wird deutlich verbreitert und bekommt eine Decke nach neuestem Stand der Technik. Die zentrale Kurve wird laut Fellmann "komfortabler" gestaltet. An der Nordseite wird auf einem Hochbord ein Gehweg mit 1,50 Meter Breite angelegt. "Füreinen zusätzlichen Radweg ist die Ortsdurchfahrt einfach zu eng", präzisiert Fellmann, "aber zumindest Kinder dürfen ja auf dem Gehweg radeln." Stadtauswärts wird eine Querungshilfe installiert, die nach Überzeugung der Fachleute auch die Geschwindigkeit der Autofahrer mindern dürfte. Gebaut werden ebenfalls eine Gosse und ein Regenwasserkanal. Zudem werden in der Ortsdurchfahrt die Gas- und Wasserleitungen neu verlegt. Nicht zuletzt wird es südlich der Straße zumindest teilweise einen breiten Rasen-Randstreifen geben, auf dem auch einige Bäume Platz finden werden. "Das Ortsbild in Hobbensen wird sich durch all das deutlich verbessern", ist Fellmann sicher. Schon seit 1990 ist die Stemmer Straße Thema im Rat. Dass sich bei der L 446 nun endlich etwas bewegt, hat seinen Grund nach Angaben von Wehling darin, dass sich die Stadt nach jahrelangem Hin und Her mit dem Land entschlossen habe, einen größeren Finanzierungsanteil zu übernehmen als gesetzlich vorgeschrieben. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 400 000 Euroübernimmt die Stadt 55 Prozent. "Das Land wollte seinen Zuschuss deckeln, das hätte uns aber keinen ausreichenden Ausbaustandard ermöglicht", so Fellmann, "so wäre zum Beispiel die aus unserer Sicht wichtige Querungshilfe entfallen."

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