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Infostand zum "Welttag" der Fachfrauen / Ihre Arbeit wird immer wichtiger

"Es ist ein wenig in Vergessenheit geraten, was Hebammen alles leisten"

Bückeburg (mig). Anlässlich des weltweiten Hebammentages am vergangenen Samstag, 5. Mai, haben die Hebammen der "Geburtshilfeabteilung des Krankenhauses Bethel" einen Info-Stand an der Langen Straße eingerichtet. Mit Prospekten und im persönlichen Gespräch machten sie darauf aufmerksam, dass die Dienste einer Hebamme von der Geburtsfeststellung bis zum Ende der Stillzeit in Anspruch genommen werden können. Brigga Dreier: "Es ist ein wenig in Vergessenheit geraten, was Hebammen alles leisten."

veröffentlicht am 07.05.2007 um 00:00 Uhr

In guten Händen: die werdende Mutter Jennifer Mohme-Xhata (ganz

Als Jennifer Mohme-Xatha die Lange Straße herunterkommt, freut sich Brigga Dreier ganz besonders. "Ich habe Jennifer auf die Welt geholt und werde bald auch ihr Baby entbinden", sagt sie. Die junge Frau ist im siebten Monat schwanger - wegen ihrer Berufstätigkeit ist ihr eine Begleitung durch die Hebamme wichtig. "Meine Mutter war auch schon bei Frau Dreier, dass geht durch die Generationen", sagt sie lächelnd. Tatsächlich ist das Angebot der Hebammen breitgefächert: Geburtsvorbereitung, Hilfeleistungen bei Schwangerschaftsbeschwerden, Beratung zu Ernährung und Lebensweise, Blutdruckmessung oder das Feststellen der Kindes-Herztöne. Dreier: "Wir begleiten die Schwangere von der Feststellung bis zum Ende der Stillzeit." Auch beim Geburtsvorgang selbst sind die Hebammen vor Ort; ganz egal ob das Kind zu Hause oder in der Klinik zur Welt kommt. "Es gibt eine Hinzuziehungspflicht; die Hebamme muss, der Arzt kann dabei sein", erklärt Nina Gerke. Dabei zeigt sich dann, dass verschiedene Hebammen durchaus auch verschiedene Schwerpunkte haben. Während eine zur Schmerzlinderung eher auf Atemtechniken setzt, bringt die andere Akupunkturnadeln mit. Besonders wichtig ist den erfahrenen Frauen aber das Gespräch mit der Schwangeren. "Wir nehmen uns diese Zeit, werden auch anders abgerechnet als Ärzte. Unsere Arbeit ist eher ganzheitlich", betont Gerke. Im Wochenbettüberwachen die Hebammen dann nicht nur die körperliche Entwicklung des Neugeborenen und der Mutter, sondern helfen vor allem bei seelischen Problemen. Sonja Gräper: "Auch weil die durchschnittliche Verweildauer in den Krankenhäusern gesunken ist, wird die Arbeit der Hebamme immer wichtiger."



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