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Rat beschließt das "Vordere Hohefeld" mit 140 Bauplätzen / Investor legt einen Bolzplatz an

Es darf gebaut werden: Bad Nenndorf wächst

Bad Nenndorf (rwe). Die Stadt Bad Nenndorf wächst weiter. Der Rat hat mit großer Mehrheit den Bebauungsplan für das Gebiet "Vordere Hohefeld" beschlossen. Schon im Frühjahr soll die Volksbank in Schaumburg mit den Erschließungsarbeiten auf dem Areal an der Horster Straße beginnen. Dort sind 140 Bauplätze geplant - und ein Bolzplatz.

veröffentlicht am 20.02.2008 um 00:00 Uhr

So ein kleines Bonbon erfreut doch jeden. Die breite Ratsmehrheit für das neue Baugebiet in der Kurstadt war schon lange sicher, da legte der Investor zum Ende des Verfahrens noch einen Bonus drauf. Die Volksbank in Schaumburg erstellt in dem Gebiet den von vielen Kindern und Jugendlichen lang ersehnten Bolzplatz. Spätestens im kommenden Herbst soll dort der Ball schon rollen. Das kündigte Stadtdirektor Bernd Reese an. Die Wählergemeinschaft konnte aber auch der Bolzplatz nicht davon überzeugen, für das "Vordere Hohefeld" zu stimmen. Sie unterlag an dem Abend gleich doppelt. Zunächst forderte WGN-Ratsherr Uwe Engelking, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen, da die Vorlage dazu erst in der Sitzung auf den Tischkam und er sich zu spät informiert fühlte. Doch die Mehrheit aus SPD/Linke, CDU und FDP lehnte den Antrag ab und brachte später auch das politische Verfahren zum erfolgreichen Abschluss. Da konnten auch Frank Steens Argumente nicht viel bewirken. Es dürfe nicht weitergehen, die Flächen zu versiegeln und die Landschaft zu zerstören, wehrte sich der WGN-Fraktionschef gegen immer mehr Bauland, das andernorts Leerstand produziere. Mit ihren Forderungen nach einer "erträglichen Planung" sei seine Partei auf Granit gestoßen. Er schlug vor, andere Wege zu suchen und künftig auch Familien zu fördern, die Altbauten nutzen. Zudem vermisste er ein Verkehrskonzept. SPD-Sprecher Volker Busse freute sich mit Blick auf den versprochenen Bolzplatz dagegen sehr, "dass wir 3000 Euro sparen". Er nahm die von Steen angeregte volkswirtschaftliche Debatte auf. Es gebe einen Trend zu größeren Wohnungen und Häusern. Insgesamt sei mehr Wohnraum nötig. Der Rat sollte sich nicht als Vorreiter gegen Neubaugebiete hervortun, wenn Bad Nenndorf so gut angenommen werde. Ähnlich argumentierte Andreas Fedler für die FDP. Die Nachfrage nach Bauplätzen sei ungebrochen. Die Grundstücke "Auf dem Lay" seien alle vergeben, für das "Vordere Hohefeld" gebe es bereits erste Verträge und Anfragen. Auch die CDU war sich einig. Die Politik habe zahlreicheÄnderungen eingebracht, die der Investor alle umgesetzt habe, sagt Fraktionssprecherin Ellen Hültenschmidt. Sie hatte zuvor an ihren im Finanzausschuss abgelehnten Antrag erinnert, die 100 000 Euro für Bauerwartungsland gleich zu verdoppeln. Die SPD würde dem Vorschlag mittlerweile wohl zustimmen, ließ Busse erkennen. Die Politik sollte sich weiter darum kümmern, welche Bebauung um Bad Nenndorf möglich sei. Allerdings sollte die Stadt die Fläche ausweisen, schlug er vor.



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