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Erwachsen für zwei Wochen

Einfach nicht mehr zur Schule gehen und dafür lieber sofort als Fotograf, Schauspieler oder Pfarrer arbeiten? Das geht in der Kinderstadt „Mini-Beuel“ in Bonn – jedenfalls für zwei Wochen in den Sommerferien. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren wohnen dann in dieser kleinen Stadt und erleben, wie das als Erwachsener eigentlich so ist.

veröffentlicht am 09.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 13.07.2009 um 12:30 Uhr

Das geht zum Beispiel schon damit los, dass gleich nach dem Einzug ein Ausweis im Rathaus beantragt werden muss und es danach sofort zur Arbeitsagentur geht. Denn in der Kinderstadt „Mini-Beuel“ braucht jeder einen Beruf, um Spielgeld für die Freizeit zu verdienen. Zwischen 50 verschiedenen Jobs können die Kinder auswählen. Zum Beispiel als Gärtner Blumen pflanzen, als Schreiner was Tolles bauen oder als Krankenpfleger mal ein Pflaster aufkleben. Pro Stunde verdient jeder zehn „Beulis“, egal in welchem Beruf man arbeitet. Mit dem selbst verdienten Geld können dann die Kinder eine Bootsfahrt machen, in das Theater gehen oder einfach in der Stadt bummeln.

Wenn sich dann der Arbeitstag dem Ende nähert in Mini-Beuel, dann versammeln sich nochmal alle 250 Bürger. Dann können die Kinder per Abstimmung über die Politik der Stadt mitbestimmen.

Erwachsene sind in Mini-Beuel übrigens nur erlaubt, wenn sie eine Führung der Touristeninformation mitmachen. Die Eltern der Kinder dürfen in Mini-Beuel den Elterngarten besuchen.

Warum es die Stadt Mini-Beuel gibt? Zum einen, weil es Spaß macht, zum anderen aber auch, um spielerisch zu lernen, wie das eigentlich so ist als Erwachsener.

Möchtet ihr mehr über „Mini-Beuel“ erfahren? Dann geht ins Internet auf www.mini-beuel.de.vg

Jede Menge Arbeit gibt’s für die Bewohner von „Mini-Beuel“. Zur Entspannung lässt sich da mancher gerne mal schieben.



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