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Heute und morgen Notdienste /Ärzte bitten Patienten um Geduld

Erstmals zweitägiger Streik am Stadthäger Kreiskrankenhaus

Stadthagen (ssr). Erstmals streikt dieÄrzteschaft am Kreiskrankenhaus Stadthagen an zwei Tagen in der Woche. Am heutigen Mittwoch und am morgigen Donnerstag, 13. Juli, werden lediglich die Notdienste gewährleistet sein. Hintergrund des Ausstandes ist die Tatsache, dass sich der Marburger Bund, der Berufsverband der Klinikärzte, und die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeber nicht einigen können und ihre Verhandlungen erneut unterbrochen haben.

veröffentlicht am 12.07.2006 um 00:00 Uhr

"Aufschiebbare Untersuchungen und Behandlungen werden auch tatsächlich aufgeschoben", sagte Streikleiter Jan Löns gestern. Da könne sich bei zwei Tagen schon einiges anstauen, fügte Löns hinzu: "Wir müssen die Patienten um Verständnis, Geduld und Unterstützung bitten." Das Ärztekollegium am Stadthäger Kreiskrankenhaus habe sich ohnehin dazu entschlossen, "schonender zu verfahren als etliche Kliniken, zum Beispiel in Hannover, die diese ganze Woche über be streikt werden." Die Stadthäger Klinikärzte sind laut Löns "voll der Hoffnung, dass dieser Streik bald durch vernünftige Verhandlungsergebnisse beendet wird". Dies nicht zuletzt, "da jeder Streiktag für uns unbezahlt bleibt und es keine Streikkasse gibt, was unsere Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit unterstreichen dürfte", sagte der Mediziner. Die Stadthäger Klinikärzte wollen nach den Worten von Löns durch ihre Proteste die Öffentlichkeit für die derzeitigen Probleme in den Krankenhäusern sensibilisieren. "Nicht durch Streiks sind die Patienten gefährdet, sondern durch die unausgewogenen Umgestaltungen des Gesundheitswesens, das einer tiefgreifenden Reform bedarf", heißt es in einer Erklärung der Ärzteschaft des Kreiskrankenhauses Stadthagen.

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