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Bad Nenndorf: Noch kein Förderbescheid

Erstmals Details zum Innenstadtkonzept

Bad Nenndorf (fox). Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Erstmals haben Verwaltung, Politik und Stadtplaner während der Bauausschusssitzung am Mittwochabend in der Wandelhalle Details aus dem "Integrierten Stadtentwicklungs- und Wachstumskonzept" vorgestellt. Klar ist so viel: Die Planungen stehen erst am Anfang - der Stadt hat noch nicht einmal den schriftlichen Bescheid des Sozialministeriums über dieangekündigten Fördermillionen erhalten, den sogenannten Aufnahmeerlass.

veröffentlicht am 17.05.2008 um 00:00 Uhr

Simon Strohmeier

Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war in Bad Nenndorf, wenn die Planungen erst umgesetzt sind. Für "zwingend erforderlich" hält Simone Strohmeier vom Celler Büro "Infraplan", den Kern Bad Nenndorfs zu stärken. Strohmeier, die die Stadt bei den Planungen begleitet, spielt damit auf einen fehlenden Mittelpunkt mit Platzcharakter an. "Die Verkaufsfläche ist zu gering für Bad Nenndorf", sagt die promovierte Planerin. Derzeit gebe es rund 4700 Quadratmeter. Mehr als das Doppelte wäre angemessen und könnte erzielt werden. Damit Gäste und Kunden diese Flächen auch frequentieren können, sieht das umfassende Entwicklungskonzept ein Rundwegesystem vor, dass die derzeit eher stiefmütterlich behandelten Straßen und Wege mit einbezieht. Folgendes in Kurzform ist geplant: Einen zentralen Platz dort, wo derzeit noch das Kurhaus steht, schaffen. Fußgängerzone aufwerten, punktuelle Wasserelemente einbringen. Umgestaltung der Kurhausstraße mit Bäumen und Wasserläufen. Das Kurparkhaus sollte als Attribut für die Wandelhalle umgesetzt werden. Die Straße Am Thermalbad als wesentliches Element des Rundwegesystems muss begrünt werden und sollte nicht nur verkehrstechnisch genutzt werden. Ortseingänge (Horster Straße und Bahnhofstraße) verschönern. Kurpark inklusive Promenade, Brunnentempel und Musikmuschel unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes umgestalten. "Die Wunschliste ist lang, aber auch sinnvoll", sagt Strohmeier. Doch ohne Moos ist nichts los -das gilt auch für die Kurstadt. Erst muss das Sozialministerium den Förderbescheid für die angekündigten zwei Millionen Euro im Jahr 2008 für das Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" (ingesamt acht Jahre Laufzeit) zustellen. "Wir warten händeringend darauf", sagt Hans-Bernhard Kampen als Leiter des Bauamts. Wie Christian Stichternath, Sprecher des Niedersächsischen Sozialministeriums in Hannover auf Anfrage erklärt, würde dieser Bescheid "im Sommer" zugestellt. "Die Unterzeichnungen müssen nun erst zwischen Ländern und Bund laufen -wir wären so weit", sagt Stichternath. Die zwei Millionen Euro Fördergeld seien der Stadt Bad Nenndorf jedoch sicher. Am vergangenen Donnerstagabend sind nun von möglichen Sanierungen betroffene Anwohner im Forum des Gymnasiums Bad Nenndorf von den Planungsdetails in einer Bürgerversammlung informiert worden. Diese Form der Beteiligung setzen die Förderrichtlinien und das Baugesetzbuch als Verfahrensschritt voraus.



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