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Mark Girnus setzt auf seriöse Dienstleistung / Branche mit enormem Wachstumspotenzial / Kreisweit erster Ausbildungsplatz

Erstes Callcenter: Keine lästigen Anrufe vor der Tagesschau

Rinteln (who). Das Kommunikationszeitalter hat gravierende Umwälzungen im Wirtschaftsleben mit sich gebracht. Demjenigen, der sich den Herausforderungen ohne Berührungsängste stellt, bietet die "New Economy" aber auch große Chancen. So hat es Mark Girnus erlebt, seit er das erste Callcenter in Rinteln eröffnet hat.

veröffentlicht am 06.11.2006 um 00:00 Uhr

"Obwohl wir ein kleines Unternehmen sind, bedeutet das nicht, da

"Wenn mir vor eineinhalb Jahren jemand gesagt hätte, ich würde mich selbstständig machen und die Verantwortung für Mitarbeiter und Ausbildung übernehmen, hätte ich das kaum geglaubt", erklärt der 34-jährige Rintelner. Er kommt als gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann aus der Außendiensttätigkeit und ist vor dem Sprung in die Selbstständigkeit von einem Rintelner Unternehmer auf das "Kontaktgeschäft" angesprochen worden und hat es zunächst im Auftrag für ein Unternehmen ausgeübt. Offenbar so erfolgreich, dass daraus ganz schnell ein eigenes Unternehmen geworden ist. Bei seinem persönlichen Konzept gehe es nicht um das Privatkundengeschäft, grenzt Girnus ein. "Wir verstehen uns als professionelles Callcenter und als Partner für Unternehmen wie Hotlines, Versicherungen oder Reiseunternehmen sowie Handelsvertreter oder Unternehmensberater." Die Dienstleistung richte sich aufBereiche wie die Kundengewinnung und Kundenpflege, unter anderem mit derqualifizierten Erstkontaktaufnahme als Spezialität. Hinzu kommt die feste Terminierung mit effektiver Tourenplanung für den Kunden. Dabei stellt Girnus den Anspruch an sich selber, eine seriöse Dienstleistung ohne Kalt-Akquise im Privatkundenbereich und lästige Anrufe vor der Tagesschau sowie Massencalls anzubieten. Am 1. September 2005 hat der junge Unternehmer in einem Raum eines Gemeinschaftsbüros in der Sauerbruchstraße sein Geschäft als Ein-Mann-Betrieb angefangen. Seit dem 1. Oktober 2006 arbeitet er mit seinem wachsenden Team in eigenen Räumen an der Detmolder Straße 34. Ein halbes Jahr lang hatte Mark Girnus zunächst alleine und offenbar so erfolgreich gearbeitet, dass er nach raschem Zustrom von Kunden bereits im Frühjahr dieses Jahres die erste Mitarbeiterin einstellen konnte. Am 1. August folgte die zweite auf 400-Euro-Basis. Darüber hinaus hat er am 1. Juni von der Industrie- und Handelskammer als erstes Callcenter in Schaumburg die Ausbildungsberechtigung für den brandneuen Berufsweg "Servicefachkraft im Dialogmarketing" zugesprochen bekommen, der der boomenden Callcenter-Branche Rechnung trägt. Mit Stephanie Behn ausHeeßen kam am 1. Oktober bereits erste Auszubildende. Die 24-jährige junge Frau gehört zu den ersten 32 künftigen Fachkräften im neu eingerichteten Zweig der Berufsschule in Neustadt am Rübenberge. "Dass wir erst ein kleines Unternehmen sind, bedeutet nicht, dass wir keine großen Kontakte haben", betont Mark Girnus. Und erklärt: "Dabei schrecken wir auch nicht vor großen Zahlen und Gütern zurück, wenn wir etwa für Energiekonzerne nach Kunden mit einem bestimmten Verbrauchspotenzial suchen, das sie überhaupt als Partner in Frage kommen lässt." Hier setze das qualifizierte Callcenter an, das schon im Vorfeld kläre, ob Anbieter und potenzieller Kunde überhaupt zusammen passten. Callcenter haben großes Wachstumspotenzial, weiß der Rintelner: Solche mit 100 Mitarbeitern und mehr seien nicht selten. Und das größte in Deutschland habe sogar an die 7000. Die Branche wachse immens schnell und sei dazu durch die Nutzung moderner Telekommunikation so gut wie unabhängig von regionalen Standorten. Bei Online-Betreuung sei es egal, ob das Telefon in einem Büro in Bayern stehe, an der Nordseeküste in Polen oder sogar in Indien. Auf die Kunden komme es an und darauf, dass ihnen angemessen geholfen werde. Zurzeit sucht Girnus die nächste 400-Euro-Kraft und dann sind's schon fünf Mitarbeiter im ersten Rintelner Callcenter an der Detmolder Straße. Kontakt: (05751) 893931.

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