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Neujahrsempfang in Krainhagen: Ortsbürgermeister äußert fünf Wünsche für 2008 / Neue Zukunft mit U-3-Betreuung

Erster Wunsch: Schulgebäude soll kein Leerstand werden

Krainhagen (clb). Beinahe wie im Märchen ist es gewesen, als Thomas Mittmann, Ortsbürgermeister von Krainhagen, beim Neujahrsempfang seinen Wunschzettel vorgelesen hatte. Einzig mit dem feinen Unterschied, dass er gleich fünf Wünsche äußerte statt der üblichen drei.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

Zum Dank für die Einladung überreicht Alt-Duvenstedts Gemeindeve

"Als erstes steht auf meinem Wunschzettel das Grundschulgebäude, welches keine weitere leerstehende Immobilie werden darf", sagte das Gemeindeoberhaupt in seiner Begrüßungsrede. Leider, so bedauere er, stehe die "Kirche" immer noch unbenutzt da. Die U-3-Betreuung wäre eine gute Möglichkeit, das Gebäude nach einer passenden Umgestaltung weiter zu nutzen, ohne dem Kindergarten eine Räumlichkeit abzunehmen. Sein zweiter Wunsch, so der Ortsbürgermeister, sei ein neues Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Krainhagen, welches in der Lage sein müsse, den bevorstehenden Aufgaben gerecht zu werden. Ein Buswartehäuschen für die Weststraße in Fahrtrichtung Obernkirchen sei sein dritter Wunsch für das neu begonnene Jahr, erklärte Mittmann. Da nach den Sommerferien alle Krainhäger Kinder Fahrschüler seien, könne es nicht sein, dass man diese im Regen stehen lasse. Die Wünsche vier und fünf betreffen Optik und Nutzen des Bergdorfes: Für den bei Schulklassen, Kindergärten, und Vereinen beliebten Spielplatz Hackenburg möchte der Ortsbürgermeister ein attraktives Spielgerät sowie neue Sitzplätze und Tische; für die Teichanlage an der Bombeeke wünscht er sich "endlich mal eine größere Maßnahme", um den weiteren Erhaltungsaufwand zu minimieren. Das notwendige Kapital müsse noch aus den noch nicht durchgeführten Arbeiten aus dem vergangenen Jahr vorhanden sein, sagte Mittmann und schloss damit seine "Wunschliste". Knapp 60 Personen waren der alljährlichen Einladung der Krainhäger gefolgt und am Sonntagvormittag in die Bürgerstuben der "Berghütte" gekommen. Darunter zahlreiche Mitglieder des Ortsrates, die örtlichen Vereinsvorsitzenden, Ortsbeauftragter Herbert Röhrkasten, Karl-Heinz Struckmeier als Ortsvorsteher von Röhrkasten, Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer, Pastor Wilhelm Meinberg sowie Alt-Äbtissin Gabriele von Späth. Als besondere Gäste konnte Mittmann auch Klaus und Heike Holm von der Partnergemeinde Alt-Duvenstedt in Schleswig-Holstein begrüßen, die einen Tag zuvor mit Holger Lindemann, Betreuer und Organisator der Partnerschaft, nach Krainhagen angereist waren. Zum Dank für die Einladung hatte Holm den Krainhägern ein Schild mit dem Wappen von Alt-Duvenstedt überreicht. Kennen gelernt hatten sich die niedersächsische und die schleswig-holsteinische Gemeinde 1984, als der Musikzug aus Alt-Duvenstedt zum ersten Mal durch Krainhagen gefahren war. Von da an kam es immer wieder zu Besuchen und Gegenbesuchen, bei Festen, Veranstaltungen und Jubiläen waren stets Vertreter der Partnergemeinde anwesend. Offiziell gegründet wurde die Partnerschaft dann im Jahr 1990 - als die Feuerwehr Alt-Duvenstedt zu ihrem 100-jähriges Bestehen geladen hatte. Im weiteren Verlauf seiner Neujahrsrede ließ Thomas Mittmann das vergangene Jahr mit seinen Höhen und Tiefen noch einmal Revue passieren. Zu den Höhen gehörten zum einen der neu gegründete Förderverein für das Blasorchester, die Einweihung der neuen Bouleanlage sowie das Seniorenfrühstück. Dass jedoch 2007 nicht alles glatt verlaufen ist, brachte Mittmann mit den Worten "gekämpft, gehofft und doch verloren" auf den Punkt. Gemeint war damit der Stadtratsbeschluss, die Außenstelle der Grundschule Krainhagen zum Schuljahreswechsel 2008/2009 zu schließen. Dies sei der gravierendste Einschnitt für die Ortschaft gewesen, erläuterte er. Die Schule habe den Ortsrat monatelang beschäftigt, es seien böse Worte geschrieben und gesprochen worden. "Nun leider, der Beschluss steht", bedauerte Mittmann, sieht aber dennoch optimistisch in die Zukunft: "Dafür wird es ab dem kommenden Schuljahr an der Grundschule Obernkirchen einGanztagsangebot geben." Für das leerstehende Schulgebäude werde man jetzt eine U-3-Betreuung fordern und diese mit wachsamen Augen verfolgen und begleiten. Womit der Ortsbürgermeister wieder bei seinem ersten Wunsch ist und nun auf dessen Erfüllung hofft...

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