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Erste Wahl bei Nachwuchsfahrern für Opel / Vom Slalom auf die Rundstrecke

Erste Testfahrt im Renn-Opel wird für Maike Nolting zur Wasserschlacht

Westendorf (wm). Schon allein mit ihrem charmanten Lächeln und den fliegenden blonden Haaren schlägt sie jede männliche Konkurrenz: Maike Nolting aus Westendorf hat das Zeug, zu einem Star im deutschen Tourenwagenrennsport zu werden, darüber sind sich eigentlich alle Fachleute einig. Künftige Publicity und Aufsehen garantiert, denn Frauen sind im Rennsport nach wie vor rar. Was ihr zurzeit noch fehlt, sind ein paar finanzkräftige Sponsoren mehr, die ihr regelmäßige Start bei Rundstreckenrennen ermöglichen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:09 Uhr

Maike Nolting an ihrem Arbeitsplatz - im DSOP-Opel.

Seit dem zarten Alter von acht Jahren tritt die heute 20-jährige aufs Gaspedal: Zuerst in einem Gokart, dann als 17-Jährige mit einer Sonderlizenz des Deutschen Motorsportbundes hinter dem Steuer eines von Vater Michaels getunten 143-PS-Polos. Von dem sah die männliche Konkurrenz bei Rennslaloms oft nur die Rücklichter. Erst ein Jahr später, mit 18, machte sie ihren "ganz normalen" Führerschein. Der Fahrlehrer war bei ihrer ersten Fahrstunde am Rande eines Herzinfarkts, als das Mädchen losdüste. Seit Anfang dieses Jahres gehört Maike Nolting zum DSOP-Racing-Team von Opel Performance und ist in einem 195-PS-Zwei-Liter Opel Astra unterwegs. Für die Westendorferin der erste Schritt in die nächst höhere Liga, der Aufstieg vom Slalomrennsport zur Rundstrecke. Überzeugt hat Maike Nolting Dirk Stock, den Chef des DSOP-Teams, im November vorigen Jahres bei Testfahrten auf der Rennstrecke in Oschersleben: "Es goss in Strömen, wir hatten nicht die richtigen Reifen, in der zweiten Runde flog sie in den Kies. Das war der Schreckengleich zu Beginn. Es waren schon extrem schwierige Bedingungen. Doch Maike hat gute Nerven, Talent und einüberzeugendes Bild abgegeben und ist damit für uns erste Wahl für die Nachwuchsbesetzung dieses Jahres geworden." Für ihren ersten Renneinsatz in der ADAC Procar Division 1 im DSOP-Astra im Mai, ebenfalls in Oschersleben, hatte Maike Nolting damit schon das passende Training, denn auch beim Rennen öffnete Petrus alle Schleusen. Die 20-Jährige kam auf einen 13. Platz - Dirk Stock war zufrieden, die Konkurrenz baff über die unerschrockene Newcomerin. Jetzt soll sie nach der Sommerpause - wenn alles klappt - bei der Goodrich-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring starten. Ihre beiden Sponsoren, Ulrich Wollmann, vom gleichnamigen Autohaus und Hans Bangert vom Fuggfachgeschäft aus Meerbeck drücken ihr die Daumen.



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