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Bürgermeister und Dachdecker erläutern einträgliches Schnäppchen, das die Umwelt schont / Anteilseigner gesucht

Erste Bürgersolaranlage entsteht in Meinsen-Warber

Bückeburg (rc). Auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Meinsen-Warber soll eine Bürgersolaranlage gebaut werden. Betreiber wird die Solargemeinschaft Bückeburg Gesellschaft bürgerlichen Rechts in Gründung (GbR). Gründer und Initiator der Anlage ist der Bückeburger Dachdeckermeister und Solarspezialist Dieter Ahrens, der jetzt auf einer Pressekonferenz im Rathaus gemeinsam mit Bürgermeister Reiner Brombach das Projekt erläuterte.

veröffentlicht am 22.01.2007 um 00:00 Uhr

Sie setzen auf moderne Solartechnik (v.l.): Dieter Ahrens (Ahren

"Wir wollen ein Zeichen setzen für den Umweltschutz, für erneuerbare Energien und gegen die Verwendung fossiler Energien wie Öl und Gas", sagte der Bürgermeister: "Wir setzen darauf, dass weitere Bürger unserem Beispiel folgen und Anlagen für regenerative Energien auf oder in ihre Häuser bauen." Aus diesem Grund habe sich die Stadt sofort bereit erklärt mitzumachen, als die Idee von Ahrens an sie herangetragen wurde. Bürgersolaranlagen gibt es bereits in mehreren Städten der Region, zum Beispiel in Rinteln. Die Dachfläche in Meinsen-Warber wird von der Stadt ohne Mietzins zur Verfügung gestellt. Dafür wird die GbR zwei Spenden in Höhe von je 1000 Euro an Jugendfeuerwehr und Grundschule Meinsen geben. "Zweckgebunden, um Kinder und Jugendliche über umweltfreundliche Energien zu informieren und über Umweltschutz aufzuklären", sagte Ahrens. Bei der geplanten Anlage handelt es sich um eine Photovoltaikanlage mit 125 Solarmodulen, die eine Leistung von 22,5 Kilowatt "Peak" (eine rechnerische Größe für Solaranlagen) erzeugt. Damit können im Jahr rund 19 575 Kilowattstunden Strom in das Netz eingespeist werden, gleichzeitig werden rund 17 Tonnen CO-2-Emissionen erst gar nicht ausgestoßen. Die Gesamtinvestition beträgt rund 110 000 Euro. Möglichst noch im ersten Halbjahr soll die Anlage ans Netz gehen. Jeder Bückeburger kann in die zu gründende GbR eine Einlage von mindestens 2400 Euro tätigen. Insgesamt 45 Anteile sollen ausgegeben werden, maximal drei pro Interessenten - es sei denn, es finden sich nicht genügend Interessenten. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, hat die Stadt Bückeburg bereits einen Anteil gezeichnet. Übrigens: 20 Jahre lang bekommt die GbR vom Netzbetreiber pro eingespeiste Kilowattstunde 0,492 Euro auf ihr Konto überwiesen. Jedem Anteilseigner werden jährlich seine Anteile an den Gewinnen weiter überwiesen. Wie hoch die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ist, wollte Ahrens nicht verraten. "Deutlich über dem derzeitigen Geldmarktzins", ließ er sich entlocken: "Es rechnet sich." Sobald sich genügend Interessenten gefunden haben, soll umgehend die Gründungsversammlung samt Vorstellen des Gründungsvertrages einberufen werden. Kontakt: Jeder Interessierte kann sich mit Dieter Ahrens in Verbindung setzen, Telefon (0 57 22) 2 16 43. Weitere Informationen gibt es auf dem "SolarTag", der am Sonnabend, 27. Januar , im Rathaussaal stattfindet. Dort ist es auch möglich, sich für die Gründungsversammlung anzumelden.

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