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Stadtteilbegehung führt SPD auf den Friedhof, ins Höppenfeld und in die Kreuzbreite

Erstaunliche Vielfalt der Beisetzungsformen

Bückeburg (bus). Der Friedhof Scheier Straße, das Höppenfeld und das Gewerbegebiet Kreuzbreite sind die Besichtigungsschwerpunkte der achten Stadtteilbegehung des Bückeburger SPD-Ortsvereins gewesen. Während der von Ewald Waltemathe und Renate Barkhausen vorbereiteten Begehung löste insbesondere die von Klaus-Dieter Vogt (Vorsitzenderdes Gemeindekirchenrats) unterbreitete Vielfalt der aktuellen Beisetzungsformen Erstaunen aus. "Da die bislang übliche Grabpflege durch Angehörige in der heutigen mobilen Gesellschaft häufig nicht möglich ist, geht der Trend weg von der traditionellen Bestattungspraxis hin zu neuen Formen", sagte die Ortsvereinsvorsitzende Anka Knechtel.

veröffentlicht am 29.08.2006 um 00:00 Uhr

Auf dem Friedhof an der Scheier Straße erfahren die Stadtteilbeg

Die Friedhofverwaltung biete außer den hergebrachten Formen etliche Alternativen an: ? Grasreihengräber (Erdbestattung) mit schlichten Sandsteinplatten machen heute bereits einen Anteil von etwa 30 Prozent aus. Die Zeit hat gezeigt, dass das Ablegen von Blumen und die Grabpflege wichtige Bestandteile der Trauerbewältigung sind. Um diesen Rechnung zu tragen, wird als regionales Novum bei den neuen Grasreihengräbern für jeweils vier Gräber ein zentrales Feld zur Bepflanzung oder für anderen Blumenschmuck angeboten. ? Großes Interesse besteht an der so genannten Naturbestattung. Dazu wird unter alten Bäumen der Waldboden belassen. Auf die Urnengräber können Sandsteinstelen oder Kreuze gesetzt und Blumengestecke und Kränze abgelegt werden. ? In jüngster Zeit wurde ein Feld angelegt, das eine Kombination aus Urnen- und Erdbestattung ermöglicht, wenn beispielsweise Ehepartner diesbezüglich unterschiedliche Wünsche haben. Dabei gibt es zwei Alternativen. Entweder wird die Urne auf den Sarg gesetzt oder das Grab ist in seiner Länge so gestaltet, dass an das Kopfende des späteren Sarges die Urne als erstes beigesetzt werden kann. ? In begründeten Einzelfällen werden Fotos auf den Grabsteinen gestattet. ? Mittellose Bürger ohne Angehörige finden auf dem Friedhof, auf dem pro Jahr bis zu 160 Beisetzungen stattfinden, ebenfalls eine letzte Ruhestatt, und zwar nicht anonym, sondern innerhalb normaler Grabreihen und -felder. Der Grüngürtel des Höppenfeldes präsentierte sich den Besuchern als interessantes Naherholungsgebiet. Knechtel: "Die Siedlergemeinschaft Bückeburg und die Stadt haben hier gemeinsam ein Areal gestaltet, das zum Spaziergang, Aufenthalt und Spielen einlädt." Mit einer Größe von 7,5 Hektar biete dasGelände einen Bolzplatz, einen Teich, viele schöne Wege und Ecken, Streuobstbäume und eine große Vogel-Population. Schattenseite sei der oftmals zu registrierende Wandalismus. Die Höppenfelder hätten die gute Pflege durch den städtischen Bauhof lobend hervorgehoben, berichtete die Vorsitzende. Die SPD-Fraktion werde deren Anliegen, weitere Lücken durch Baumpflanzungen zu schließen, in die nächsten Sitzungen der Gremien mitnehmen. Im Gewerbegebiet an der Kreuzbreite gewannen die Stadtteilbegeher die Erkenntnis, dass die Forderung der Stadt an den Landkreis, den Verkehr an der Kreisstraße im Kreuzungsbereich Kreuzbreite/Hans-Neschen-Straße als optimale Lösung über einen Kreisel fließen zu lassen, mit allen Kräften zu unterstützen sei. Begrüßt wurde der bereits beschlossene weitere Ausbau des Gebiets. Die Begehung fand in der Gaststätte "Minchen" mit weiteren Erörterungen in gemütlicher Runde ihren Abschluss.

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