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Theater in der Elisabeth-Selbert-Schule

Erst Störenfried, dann Freund

HAMELN. In der Elisabeth-Selbert-Schule durften die Schüler das Theaterstück „Das Boot ist voll!“ von Antonio Umberto Riccó erleben.

veröffentlicht am 08.10.2018 um 16:38 Uhr

Das Theater in der List e. V. erzählt dabei die Tragödie vom 3.10.2013 aus der Sicht von Vito Fiorino, einem Protagonisten der damaligen Rettungsaktion vor der italienischen Insel Lampedusa. Am 3. Oktober 2013 kamen vor der italienischen Küste 368 Menschen ums Leben und nur ein kleiner Teil von ihnen konnte vor dem Ertrinken gerettet werden.

Diese Geschehnisse werden retroperspektivisch erläutert. Dabei zeigt das Theaterstück die Grenzen des Einzelnen sowie das Versagen verschiedener Institutionen auf, ohne anklagend zu wirken. Vielmehr erzielte das Theaterstück eine persönliche Betroffenheit, die einen nachhaltigen Eindruck bei den Schülern hinterließ.

So konnten die Schüler tief in die seelische Zerrissenheit des Vito blicken. Dabei wandelte sich die Sichtweise des Eisdielenbesitzers Vito auf den einzelnen Flüchtling. So sind die Flüchtlinge erst Störenfriede, dann Hilfsbedürftige und am Ende des Theaters Freunde. Mit dem Wandel von Vitos Sichtweise auf die Menschen wandelt sich auch die Sichtweise auf die Politik und Parteien Italiens. Durch den Einsatz von Bildern, Videos und einer intensiven Interaktion mit dem Publikum gelang es dem Schauspieler, die Schüler in seinen Bann zu ziehen, um sich so dieser schwierigen Thematik zu nähern.Insbesondere die Normalität Vitos, seine Zweifel und Widersprüche machten ihn sympathisch, authentisch und glaubwürdig.

Im Anschluss an das Theaterstück konnten die Schüler Fragen an den Schauspieler Willi Schlüter richten und ihre Eindrücke und Gefühle im Politikunterricht verarbeiten.

Danach bedankte sich die Schulleiterin Frau Grimme beim gesamten Team des Theaters in der List e. V.red



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