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Grundproblem ungelöst: Es gibt zu wenige Parkplätze am Kreiskrankenhaus

Erst protestieren die Anwohner, jetzt laufen Eltern gegen Halteverbot Sturm

Rinteln (wm). Bisher waren es die Anwohner der Sauerbruchstraße, die die Verwaltung bestürmt haben, die Verkehrssituation hier zu ändern. Denn oft sei es unmöglich gewesen, vom Grundstück zu fahren, weil die Straße auf der Nordseite bis über die Einmündung der Sertürner Straße, die zum Kindergarten des Kreiskrankenhauses führt, zugeparkt gewesen sei. Kam hier jemand entgegen, ging gar nicht mehr, die Anwohner mussten rückwärts rangieren.

veröffentlicht am 02.06.2007 um 00:00 Uhr

Neues Schild, neuerÄrger. Foto: tol

Jetzt hat die Verkehrskommission entschieden, an der Nordseite der Sauerbruchstraße ein absolutes Halteverbot einzurichten - parken kann man dafür jetzt auf der Südseite. Die Schilder stehen gerade, doch die Beschwerden gehen weiter. Nur sind es diesmal die Eltern, die ihre Kinder morgens zum Kindergarten bringen, die sich jetzt benachteiligt fühlen. Ratsherr Gert Armin Neuhäuser (WGS) selbst Betroffener hat sich der Anliegen der Eltern angenommen und einen Brief an Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz geschrieben. Das Problem sei, so Neuhäuser, Kinder wie Eltern müssten jetzt die Sauerbruchstraße überqueren, außerdem erhöhe sich die Gefährlichkeit der Einmündung durch die parkenden Fahrzeuge weil die Sicht behindert werde. Weiteres Ärgernis: Der Bus, der die Kindergartenkinder zum Sport in die Todenmanner Turnhalle bringt, kann nicht mehr halten. Erster Stadtrat Jörg Schröder kann die Empörung der Eltern verstehen, denn durch die neue Regelung hätten zugegebenermaßen jetzt die Anwohner der Sauerbruchstraße Vorteile. Schröder wie auch Neuhäuser ist allerdings klar, dass das Grundproblem hier ganz woanders liegt: Die Parkplätze am Krankenhaus und dem Ärztezentrum sind viel zu klein dimensioniert. Hier herrscht, so Schröder wie Neuhäuser ein erheblicher "Parkdruck", der sich auch auf die umliegenden Straßen verteilt. So parken auch in der Sauerbruchstraße Mitarbeiter des Krankenhauses. Deshalb, sagen Anwohner, sei das jetzt vielleicht auch die Chance für Rat wie Verwaltung hier über eine grundsätzliche Lösung nachzudenken, statt nur Schilder umzustellen. Hier sollte man sich nicht vom Namensgeber der Sertürner Straße anstecken lassen, der war bekanntlich der Erfinders des Morphins, einem lähmenden Narkotikum und Gift.



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