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Katrin Boßmann absolviert Hauswirtschaftsprüfung mit der Note Gut / Drei Berufe - trotzdem ungewisse Zukunft

Erst Krankenschwester, dann Diakonin - und nun...

Borstel (la). Die Aufregung ist Katrin Boßmann noch anzusehen. Ihr Gesicht ist gerötet, aber sie strahlt. Die 33-Jährige hat im Hofladen Bredemeier ihre Prüfung zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin mit der Note Gut abgelegt. "Es ist ein gutes Gut", stellte die Geschäftsführerin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Christiane Kupsch fest. In den drei Prüfungsbereichen habe Katrin Boßmann einen Durchschnitt von 1,89 erreicht.

veröffentlicht am 02.03.2007 um 00:00 Uhr

Die frischgebackene Hauswirtschafterin Katrin Boßmann präsentier

Für Katrin Boßmann ist es bereits die dritte Berufsausbildung, die sie erfolgreich beendet hat. Trotzdem ist ihre berufliche Zukunft ungewiss. "Zuerst habe ich Krankenschwester gelernt", berichtet die junge Frau. 1994 habe sie in Minden ihr Examen abgelegt. Aus gesundheitlichen Gründen habe sie den Beruf aber nicht länger ausgeübt. "Da ich damals schon kirchlich sehr interessiert und engagiert war, habe ich mich entschlossen, eine zweite Ausbildung zur Diakonin zu machen", erzählt Katrin Boßmann. 2002 legte sie ihre Abschlussprüfung ab und arbeitet derzeit als Regionaldiakonin in Bad Münder. "Allerdings bekommt man als Diakonin nur befristete Arbeitsverträge, und meiner in der Region Bad Münder läuft demnächst aus." Sich immer wieder in neue Stellen einzuarbeiten, ohne die Gewissheit zu haben, wie lange man dort arbeiten darf, sei für sie nicht die Erfüllung. "Ich habe von meiner Mama sehr viel im Haushalt gelernt, und die Arbeit macht mir Spaß", sagt Katrin Boßmann. Und als Aushilfe im Hofladen habe sie von Irmtraut Bredemeier eine Menge gelernt. "Um dieses Wissen zu festigen und noch weiter auszubauen, habe ich mich vor gut einem Jahr dazu entschlossen, mich zur Hauswirtschafterin ausbilden zu lassen", so Boßmann. Ein Jahr lang hat sie einmal pro Woche die Schule besucht und dort im Fachunterricht allesüber die Haushaltsführung, Textil- und Wäschepflege und vieles mehr gelernt. Als staatlich geprüfte Hauswirtschafterin kann sie im Haushalt oder in der Direktvermarktung arbeiten oder sich zur hauswirtschaftlichen Betriebsleitung weiterbilden lassen und dann eine Heimleitung übernehmen. "Was ich genau damit machen werde, weiß ich noch nicht", gesteht die 33-Jährige ein. Zurzeit habe sie ja auch noch ihre Arbeit als Diakonin, die ihr ebenfalls viel Spaß macht, wie sie sagt.



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