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Das Für und Wider über die Abnahme der Jugendflamme 3 als höchster Ausbildungsnachweis

Erst eins, dann zwei, dann drei Flammen

Hessisch Oldendorf (sbr). Die Jugendflamme Stufe 3 wurde bereits 2001 bundesweit eingeführt, um den Mitgliedern der Jugendfeuerwehren einen Anreiz für eine kontinuierliche Ausbildung zu bieten. Und obwohl die Abnahme seit sechs Jahren auch im Landkreis Hameln-Pyrmont nahezu regelmäßig von der Kreisjugendfeuerwehr angeboten wird, scheint der Ausbildungsnachweis noch nicht in jeder Jugendfeuerwehr im Landkreis wirklich angekommen zu sein.

veröffentlicht am 06.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:41 Uhr

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Lediglich 15 Nachwuchsbrandschützer aus den Gemeindejugendfeuerwehren Aerzen, Coppenbrügge und Hessisch Oldendorf stellten sich in diesem Jahr in der Baxmann-Stadt den Aufgaben aus den Bereichen Feuerwehrtechnik, Erste Hilfe, Themenarbeit und Jugendflamme-Grundwissen. „Um an der Abnahme der dritten Stufe der Jugendflamme teilnehmen zu können, müssen die Jugendlichen bereits erfolgreich an den Abnahmen der Jugendflamme 1 und 2 sowie der Leistungsspange teilgenommen haben, die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang nachweisen und mindestens 16 Jahre alt sein“, erklärt Michael Broermann, der Fachbereichsleiter Wettbewerbe. „Bei der Jugendfeuerwehr unterscheiden wir bei den Prüfungen zwischen Ausbildungs- und Leistungsnachweis. Die Jugendflamme Stufe 3 ist der höchste Ausbildungsnachweis, den die Jugendlichen ablegen können. Über der Jugendflamme Stufe drei steht in der Rangfolge aber noch die Leistungsspange, ein reiner Leistungsnachweis“, erklärt der Fachbereichsleiter weiter. In dieser Rangfolge ist seiner Meinung nach unter anderem auch der Grund für das geringe Interesse an der Abnahme der Jugendflamme Stufe drei zu suchen.

„Wer bereits die Leistungsspangenprüfung erfolgreich absolviert hat, sieht nicht unbedingt die Notwendigkeit, sich noch einer Prüfung zu unterziehen, die in der Rangfolge hinter der Leistungsspange rangiert. Darüber hinaus haben die 16-Jährigen größtenteils bereits mit ihrer Truppmann-Ausbildung begonnen und stehen kurz vor dem Wechsel in die aktive Wehr“, so seine Ansicht.

Fenja Steding sieht das anders. Die 16-Jährige ist Mitglied der Jugendfeuerwehr Welsede und ihr ist es wichtig, alle Abzeichen der Jugendfeuerwehr zu bekommen, wie sie sagt. Während der Abnahme der Jugendflamme Stufe 3 hat ihr der kreative Teil besonders gut gefallen. Sie erstellte Flyer zur Mitgliederwerbung, gestaltete ein Poster für den Tag der offenen Tür und entwarf einen JF-Stundenplan.

Im feuerwehrtechnischen Teil galt es, einen Schaum-angriff aufzubauen sowie eine Schlauchleitung über einen simulierten Graben zu legen. Ein weiterer Aufgabeschwerpunkt lag im Bereich Erste Hilfe, wobei Vitalfunktionen überprüft und Verbände angelegt werden mussten. Darüber hinaus sollten verletzte Personen richtig gelagert und verunglückte Verkehrsteilnehmer gerettet werden.

Anschließend wurde das allgemeine Jugendflamme-Wissen im Bereich Knoten, Fahrzeugkunde und Armaturen unter Beweis. Am späten Nachmittag hatten alle zehn Jungs und fünf Mädels aus den Jugendfeuerwehren Aerzen, Barksen, Behrensen, Bisperode, Coppenbrügge, Dehmkerbrock-Herkendorf, Diedersen und Welsede die Aufgaben mit Bravour gemeistert und konnten stolz ihre Jugendflamme Stufe 3 entgegennehmen.

Jürgen Selle, Brandabschnittsleiter dankte den Hessisch Oldendorfer Kameraden für die Ausrichtung und den Teilnehmern für ihr Engagement. „Alle Teilnehmer haben erfolgreich bestanden. Das zeigt, wie gut die Mitglieder der Jugendfeuerwehren ausgebildet sind“, sagte Jürgen Selle und appellierte an die Nachwuchsbrandschützer, nun auch anderen zu zeigen, was man mit der Jugendflamme Stufe 3 erreichen kann, damit nachfolgende Veranstaltungen zukünftig auf mehr Interesse stoßen.



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