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Jedes Jahr mehr Wagen beim Umzug in Kleinenbremen / Meledzus& Horn reden Bürgern ins Gewissen

Erntefest: Warum Totgesagte länger leben ...

Kleinenbremen (mig). Totgesagte leben länger: trotz des Nieselwetters haben am Wochenende mehrere hundert Besucher am Erntefest in "Lüttken Bremen" teilgenommen. "Obwohl man uns schon tot gesagt hat, haben wir jedes Jahr mehr Wagen", freute sich Initiator Walter Kunz von der Erntefestgemeinschaft. Mit einer karnevalistischen Festrede und Kamelle für die Kleinen ging das Fest am Sonntag zu Ende.

veröffentlicht am 04.09.2007 um 00:00 Uhr

Am Gasthaus "Zur schönen Aussicht" defilieren die Umzugswagen vo

Toltern, ein plattdeutscher Gottesdienst und ein Tanzabend - das Erntefest in Kleinenbremen hatte auch 2007 viel zu bieten. Zum Höhepunkt des Festes am Sonntag waren viele Kleinenbremer "Zur schönen Aussicht" gekommen; die Umzugs-Teilnehmer belohnten den freundlichen Empfang mit einem Kamelle-Regen. Weitergefeiert wurde dank des stabilen Wetters im Freien. Den Beginn machte die TUS Trachtengruppe mit Tänzen (Musik: Blaskapelle Schaumburg) anschließend wurden Grußworte gesprochen. In seiner Ansprache lobte Bürgermeister Stephan Böhme den Zusammenhalt von Kleinenbremern und Wülpkern ("man zieht an einem Strang") und erinnerte daran, dass "die Bauern die Grundlagen unserer Ernährung schaffen, nicht Supermärkte". Der neugewählte Bezirksvorsteher Friedrich Vogt ermahnte die Besucher, sich wieder mehr um die Gemeinschaft zu kümmern. Anschließend gingen Magd Anke Horn und Bauer Klaus Meledzus in die "Bütt". Die beiden hielten ihre Ernterede im Wechsel und kamen vom Hölzchen (Farbschmiereien an der "Tür vom Pastor" - aufgeklärt von "Sherlock Horst") aufs Stöckchen (Verbotsschild am Sportplatz - "brauchen wir jetzt Passierscheine?"). Neben Wildschweinen und Wühlmäusen bekam dann auch die örtliche Zweigstelle der Volksbank ihr Fett weg. "Beim Kreisel mit viel Verkehr steht ein Container, die Volksbank ist leer", scherzte Bauer Meledzus, der auch zum Thema "Energiesparhäuser" einiges zu sagen hatte. Anke Horn appellierte andie Dorfgemeinschaft: "In Zukunft müssen wir alle anpacken und nicht nur meckern". Walter Kunz zog anschließend ein positives Fazit: sowohl die Veranstaltungen am Sonnabend (Toltern, Tanzen), als auch am Sonntag seien gut besucht gewesen. Der Initiator: "Das Fest ist hervorragend gelaufen. Wir haben jedes Jahr eine Steigerung; zum Tanzen am Sonnabend waren viele junge Leute da, das hat uns sehr gefreut."

Das Toltern der Tänzer lockt viele Schaulustige vor die Häuser.
  • Das Toltern der Tänzer lockt viele Schaulustige vor die Häuser.
In der Bütt: Bauer Klaus Meledzus und Magd Anke Horn bei ihrer E
  • In der Bütt: Bauer Klaus Meledzus und Magd Anke Horn bei ihrer Ernterede.


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