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Bürgermeister: "Wir sind richtig stolz auf Euch!" / Tanzbänder werden knapp / Zahlreiche Gäste feiern mit

Erntefest in Scheie lässt nichts zu wünschen übrig

Scheie (bus). Über der Bückeburger Erntefestsaison 2007 scheint ein günstiger Stern zu stehen. Nachdem bereits der Auftakt in Rusbend viele zufriedene Gesichter sah, legte am Wochenende die Trachtengruppe Scheie mit einer zweitägigen Feier nach, die nichts zu wünschen übrig ließ. "Wir sind richtig stolz auf Euch", sagte Horst Schwarze, der als stellvertretender Bürgermeister die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt überbrachte.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:18 Uhr

Oben: Auf dem Platz am Dorfgemeinschaftshaus stehen Tänze um die

Zum Auftakt des Festes hatten am Sonnabend die von den Deistertaler Musikanten (Leitung: Günther Deseniß) begleiteten Tolterer auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam gemacht. "Wir bedanken uns beim gesamten Dorf, das uns mit zahlreichen Spenden unterstützt hat", betonte Trachtengruppenchef Daniel Lube. Als am Abend die Erntekrone ihren angestammten Platz im Zeltfest eingenommen hatte, erlebte die Veranstaltung mit dem von "Wendy's Five" gestalteten Tanzabend eine allseits als sehr gelungen bezeichnete Fortsetzung. "Zwischendurch wurden die Tanzbänder knapp", berichtete der Vorstandüber die Resonanz. Den Sonntag dominierte - nach Katerfrühstück und Kronenversteigerung - der das gesamte Dorf bereisende Festumzug das Geschehen. Mehr als 20 phantasievoll geschmückte Erntegespanne absolvierten, gesichert durch die Feuerwehr Müsingen, die Stationen Auf der Widdserburg, Rethof, Mittelstraße (Gümmers Hof), Ecke Nordhofe/Triftstraße (Zimmerplatz), Ecke Dorfstraße/An den Höfen (Meiers Hof) und Dorfgemeinschaftshaus. Mit von der Partie waren Gemeinschaften aus Schiern eichen, Rusbend, Nammen, Cammer, Frille, Evesen, Heeßen, Gelldorf, Volksdorf und Lauenhagen sowie die Schaumburger Jugend, die Schaumburger Auslese und die Kornmasch. Ebenso dabei: die örtliche Feuerwehr, der Schützenverein Scheie sowie die Freundinnen Marianne und Theresa aus England und eine per Bus angereiste Delegation der Winzertanz- und Trachtengruppe Enkirch/Mosel. Am Gemeinschaftshaus kamen im komplett besetzten Zelt parallel zum Korso die Freunde von Kaffee und Kuchen auf ihre Kosten. Bevor am frühen Abend "Wendy's Five" abermals zu den Instrumenten griffen, standen Ernterede, Tanzvorführungen und Festansprachen auf dem Programm. Pastor Wieland Kastning, der den Scheiern seinen Antrittsbesuch abstattete, erklärte, er habe "ein wunderbares Dorf" kennen gelernt, das zusammenhalte und ein großartiges Fest feiere. Ortsbürgermeister Friedrich Meyer sprach die aktuellen landwirtschaftlichen Gegebenheiten an - "das Geldverdienen wird immer schwieriger" - und lobte das Engagement der Trachtengruppe. Insbesondere die neuen Vorsitzenden Daniel Lube und Frank Jäger hätten sich mächtig ins Zeug gelegt. In der Ernterede nahmen Gudrun Peters und Achim Koch als "Engel und Irnschen" dasörtliche Geschehen der zurückliegenden zwölf Monate unter die humoristische Lupe. In der Dorfchronik fehlte der 50. Geburtstag des Ortsbürgermeisters, die "ziemlich schwere Geburt der Ahnebeier" und die Pflicht zum "Plünnenwechsel" des früheren Trachten-Vorsitzenden Mark Reinsch ebensowenig wie der Feuerwehrball, die "feucht-fröhliche" Osterfeier und die Fürstenhochzeit. Die Vermählung habe durch einen Mitbewohner einen ganz speziellen Nachgeschmack erfahren. Engel und Irnschen hielten auf Plattdeutsch fest, "dat sojor einer de Peerschieten von den rouen Teppich inn Internet versteigert - de moket out Schieten Jeld!".

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