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Hilfe beim Lichterfest gefordert

Ernst-August Wolf neu am Ruder des Verkehrsvereines

Bodenwerder (saw). Stolze 27 Jahre war Herbert Bröckel mit dem Verkehrsverein Bodenwerder/Kemnade eng verbunden: von 1981, als frisch gewähltes Mitglied des Stadtrates und Vorsitzender des Tourismusausschusses bis über seine Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister (1996 bis 2006) hinaus.

veröffentlicht am 02.02.2009 um 19:04 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:21 Uhr

Der neue Vorsitzende Ernst-August Wolf (links) nimmt von seinem
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Den auf der Hauptversammlung im Hotel „Deutsches Haus“ vollzogenen Führungswechsel – zum neuen Vorsitzenden wurde einstimmig der amtierende Verwaltungschef Ernst-August Wolf gewählt – nahm Herbert Bröckel zum Anlass für deutliche Worte und den Aufruf: „Das Lichterfest ist dringend auf die Unterstützung aller angewiesen, die vom Tourismus profitieren.“

Die Ausrichtung des alljährlich stattfindenden Lichterfestes ist Aktivitätsschwerpunkt des 1954 gegründeten und derzeit 84 Mitglieder zählenden Vereins.

Vorausgeschickt hatte der ehemalige Verwaltungschef eine kritische Analyse: Der Saisonhöhepunkt, überwiegend von Ehrenamtlichen organisiert und durchgeführt, werde von Gastronomen und Vermietern der Region vielfach als Selbstverständlichkeit betrachtet. „Da wird gern und viel kritisiert. Die Bereitschaft zur Unterstützung – und sei es allein durch eine Mitgliedschaft – schwindet leider immer stärker.“

Vor Jahrzehnten seien Ehrenamt und Idealismus die Basis des Lichterfestes gewesen. Wie Ernst-August Wolf am späteren Abend zur Erheiterung der Versammlung ergänzte, habe der frühere Stadtdirektor und Lichterfest-Initiator Ludwig Bode ganz resolut die TVB-Leichtathleten zum Kassieren „dienstverpflichtet“. Wolf: „Als Lohn gab’s ein Würstchen und ein Freigetränk – alle waren glücklich.“

Veranstaltung ist

große Herausforderung

Heute stelle die Großveranstaltung mit einem 130 000 Euro-Budget große Herausforderungen an den Veranstalter, könne allein ein regnerisches Wochenende den Verein in finanzielle Schieflage bringen. „Da wäre es wünschenswert, wenn man jene hinter sich wüsste, die vom Lichterfest profitieren.“

In seiner Rückschau erinnerte Herbert Bröckel an die Zeiten von Stadtdirektor Joachim Brünig und Geschäftsführer Benno Laufmann. „Die Hüttenabende an der Schütte-Hütte waren damals ein Renner. Als Super-Publikumsmagnete erwiesen sich die ersten Lichterfeste nach der Wende.“ Für das Jubiläums-Lichterfest im Jahr 2002 unter Regie des Geschäftsführers Wolfgang Fuge war „ein Programm der Superlative“ geplant, „das uns im wahrsten Sinnen des Wortes weggeschwemmt wurde“, erinnerte Herbert Bröckel an die komplett verregte 50. Ausgabe.

Seit zwei Jahren bringt Björn Meyer „junges Blut und frischen Wind in das Projekt Lichterfest und zeichnet für ein Programm verantwortlich, das dichter an der Zielgruppe dran ist“. In der Erweiterung auf zwei Festtage sieht der Verkehrsverein die Chance auf eine bessere Bettenauslastung in der gesamten Region. Sei vor Jahrzehnten das Höhenfeuerwerk über der Weser eine „echte Attraktion“ gewesen, so gäbe es mittlerweile eine große Anzahl von Nachahmern. Um künftig den Status der Exklusivität halten zu können, sei immer wieder ein Höchstmaß an Kreativität gefordert – „wie beispielsweise die stete Weiterentwicklung der Wasserorgel“.

Mit sehr persönlichen Worten dankte Geschäftsführer Björn Meyer „dem Tourismus-Enthusiasten Herbert“ für vertrauensvolles Zusammenwirken. Der neue „Spitzenmann“ Wolf bescheinigte seinem Vorgänger: „Die Übertragung des Bereiches Tourismus in den Verantwortungsbereich der Samtgemeinde war ein zukunftsweisender Schritt: Das Konzept ,Münchhausenland‘ geht auf.“

Im Amt bestätigt wurden der zweite Vorsitzende Thomas Greef, Geschäftsführer Björn Meyer, Kassenwart Michael Helmig. Beisitzer sind Uwe Dreyer, Karl-Jörg Mittendorf, Helga Kroß, Andreas Mühle und Karl-Gerhard Sievers, als Schriftführerin fungiert weiter Helga Kroß, das Amt des Wegewartes übernimmt Fritz Meyer.



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